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Jin-Roh

Cover
Originaltitel:  Jin-Roh
Wichtige Links

Verwandte Titel
Genre:  Action, Thriller, Drama
Altersfreigabe:  FSK-16
Label:  OVA Films
empf. VK:  29,95 €  [Bei Anime-Versand kaufen]
EAN-Nummer:  4-021924-004109
Spieldauer:  100 Minuten
Releasedatum:  03/2002
Bewertet durch:  Marco "BloodyWorld" Münch
Wertungsübersicht
 
Voting
Inhalt (der Film):
Bild:
Ton:
Untertitel:
Synchro:
Menüs:
Extras:
Verpackung:
 
Die DVD:
Mit diesem Voting gibst du deine Bewertung zur vorliegenden DVD ab. Du bewertest also nicht nur den Film/die Serie, sondern die vorliegende DVD mit allem was dazu gehört.
66.7%66.7%66.7%66.7%66.7%  66.7% (3 Stimmen) [Abstimmen]
 
Der Film:
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72.7%72.7%72.7%72.7%72.7%  72.7% (11 Stimmen) [Abstimmen]
 
Technische Ausstattung der DVD
Bildformat:  16:9 (anamorph) Videostream:  7,49 MBit/s, PAL, 720 x 576
Tonformat:  Japanisch, DTS 5.1
Japanisch, Dolby Digital 5.1
Deutsch, Dolby Digital 5.1
Audiostream:  768 / 448 / 448 kBit/s
Untertitel:  Deutsch User-Prohibits:  ja (Labeltrailer, Copyright)
Regioncode:  RC2 DVD-Typ:  DVD-9 (7433 MByte belegt)
 
Ausführliche Beschreibung

Covertext
Tokyo, Zehn Jahre nach dem 2. Weltkrieg. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und der Hauptstadtpolizei. Nach einem Bombenanschlag stellt Kazuki Fuse, Angehöriger einer speziellen Anti-Terroreinheit, ein junges Mädchen und muss hilflos mit ansehen, wie sie sich vor seinen Augen in die Luft sprengt. Als er wenig später ihre Schwester kennen lernt, entwickelt sich eine ungewöhnliche Beziehung zwischen den beiden. Langsam beginnen Zweifel in Fusé aufzukeimen...
Mit der atemberaubenden Story von Jin-Roh, ist dem erfolgreichen Drehbuchautor Mamoru Oshii (Ghost in the Shell) ein weiteres Meisterwerk der japanischen Zeichentrick-Kunst gelungen.

Bild (3 Punkte)
Die Farben sind natürlich gehalten und aus diesem Grunde eher blass. In einigen Szenen ist das Bild mit einem milchigen Schleier überzogen, der eindeutig in den zahlreichen Kanalisationsszenen zu erkennen ist. Gleichzeitig ist bei diesen Szenen auch verstärkt Rauschen bemerkbar. Bei näheren Hinsehen erkennt man auch einige Kompressionsartefakte, sowohl in hellen als auch dunklen Flächen, was sich aber nur selten bemerkbar macht. Trotz alledem ist das Bild die meiste Zeit in Ordnung. Verunreinigungen sind wohl wegen eines guten Masters nicht feststellbar. Alles in allem aber leider nur Mittelmaß.

Ton (4 Punkte)
Die japanische Dolby Digital 5.1 Tonspur wurde sehr schön abgemischt. Bei diesem dialoglastigen Film wurde der Ton sehr gut auf die vorderen drei Boxen verteilt. Der Bass wird selten angesprochen, fast ausschließlich bei den Actionsequenzen. Gut gelungen sind auch die Effekte aus den Rear-Boxen, die Surround Effekte sind sehr gut abgemischt, drängen sich aber nur selten auf.

Die deutsche DD 5.1 Spur kann da nicht ganz mithalten. Die Dialoge kommen fast ausschließlich aus dem Center und sind nicht so eindrucksvoll auf den linken und rechten Lautsprecher verteilt wie bei der japanischen Tonspur. Der Bass in der deutschen Fassung wird mehr beansprucht, als auf der japanischen. Dafür sind die Surround Effekte ein wenig besser. Leider scheint es auch einen kleinen Tonfehler zu geben: Bei 1:18:30 ist ein Rauschen aus dem vorderen rechten Lautsprecher zu hören.

Die japanische DTS-Spur ist vom akustischen her perfekt, und klingt nocheinmal um einiges besser als die DD5.1-Variante. Dummerweise wurden jedoch die Geräusche und Dialoge teilweise schlampig mit dem Bild synchronisiert. Es gibt besonders am Anfang des Filmes Abweichungen von ca. einer halben Sekunde, die so bei der DD5.1-Fassung nicht auftreten. Allerdings kann man das OVA Films nicht anlasten, da die Tonspur in Japan produziert wurde.

Untertitel (3 Punkte)
Die Untertitel haben eine schmale schwarze Outline, sind aber immer gut zu erkennen. Das Timing ist auch korrekt und offensichtliche Fehler habe ich auch keine erkennen können. Schön das auch die Hiragana-Schrift am Anfang übersetzt wurde.

Synchro (4 Punkte)
Die deutsche Synchronisation eine der besten die ich bisher bei einem Anime gehört habe. Leider gibt es kleinere Fehler, die aber nicht weiter tragisch sind. So sind Funksprüche teilweise nicht verzerrt worden, ein Ausspruch von Fuse nicht synchronisiert oder ein Stöhnen eines Soldaten nicht zu hören. Alle Figuren sind bei der japanischen und deutschen Synchro glaubwürdig besetzt. Sehr gut finde ich den stimmungsvollen und düsteren Soundtrack der bis auf das geniale Endlied nur orchestral ist.

Menüs (3 Punkte)
Nach dem Einlegen ist erst einmal der übliche OVA Films Trailer am Anfang zu bewundern, gefolgt von einem Bandai-Trailer. Beide lassen sich nicht überspringen. Nach 1:30 Minuten befindet man sich endlich im Menü, welches teilweise animierte ist. Auf dem Titelscreen laufen im Hintergrund einige Sequenzen aus dem Film. Das Menü reagiert flott und ist aufgebaut wie bei allen anderen OVA Films Titeln.

Extras (1 Punkt)
Neben den üblichen Trailern diverser OVA Films Titel gibt es noch eine Galerie mit 27 Bildern. Die meisten Bilder sind Screenshots aus dem Film, aber es gibt auch ein paar schöne Artworks in der Galerie.

Verpackung (2 Punkte)
Die DVD befindet sich in einer normalen Keep Case Hülle. Das Cover ist wie der Film sehr düster gehalten: Ein Mitglied der Spezialeinheit Kerberos steht vor dem aufgehenden Mond. Man sieht von der ansonsten schwarzen Figur nur die leuchtend roten Optiken des Nachtsichtsgerätes. Auf der Rückseite befinden sich acht Bilder aus dem Film, die wie ein auf den Kopf stehendes L angeordnet sind. Neben den roten Schriftzug befindet sich eine Auszeichnung des Filmes von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden, die den Film als "wertvoll" kennzeichnet.

Der Film (5 Punkte)
!!! W A R N U N G !!!
Der folgende Abschnitt kann Informationen enthalten, welche der Handlung des Filmes vorgreifen.
"Seit der entscheidenden Kapitulation waren mehr als 10 Jahre vergangen. Langsam erholte sich das Land, das nun unter der Verwaltung einer Besatzungsmacht stand. Der mit aller Gewalt durchgesetzte schnelle Wiederaufbau der Wirtschaft sollte dem Land die Rückkehr auf die internationale Politikbühne ermöglichen. Trotz enormer Erfolge herrschte im diesem Land große soziale Ungerechtigkeit. Die rigorose Wirtschaftspolitik hatte ein Heer von Arbeitslosen zur Folge, und viele dieser Menschen strömten in die Städte. Das wiederum förderte die Slumbildung, ein Nährboden für die Kriminalität. Dem zunehmenden Einfluss einer militanten Antiregierungsbewegung stand die Polizei machtlos gegenüber. Diese Situation schwor eine ernsthafte Verunsicherung in der Gesellschaft herauf. Um die eigenen Streitkräfte aus den innenpolitischen Ereignissen heraus zu halten und gleichzeitig die Polizei von ihrem Streben abzuhalten, zur Staatspolizei zu avancieren, wählte die Regierung nun einen dritten Weg. Das war die Geburtsstunde einer Organisation für die Hauptstadt, genannt die Hauptstadtpolizei. Eine Truppe, die enorme Kampfkraft besaß und dem Staatlichen Ausschuss für Ordnung und Sicherheit direkt untergeordnet war. Ihre Befugnisse beschränkten sich allerdings auf ein begrenztes Aktionsgebiet innerhalb der Hauptstadt. Die Hauptstadtpolizei beanspruchte seinerzeit den Ruf, Wächter der öffentlichen Sicherheit zu sein, und konnte als dritte bewaffnete Kraft im Staat ihren Einfluss erweitern. Die Situation wendete sich jedoch radikal, als die Antiregierungsbewegung, die für die Hauptstadtpolizei den Feind darstellte, für verfassungswidrig erklärt und offiziell verboten wurde. Ein Teil der entstandenen Splittergruppen formte sich zu einer Terrororganisation genannt "Die Sekte". Die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Spezialeinheit, der den Kern der Hauptstadtpolizei darstellte, und der Sekte, nahm an Härte zu. Des öfteren endeten die Konfrontationen in blutigen Strassenschlachten. Dies löste in der Öffentlichkeit eine heftige Kritik gegen beide Fronten aus. Während die Wirtschaft florierte, und die gesellschaftliche Situation den Menschen ein wenig Hoffnung vermittelte, driftete die Spezialeinheit und ihr Erzfeind Die Sekte zusehends in die Isolation ab. Für die Elite-Mitglieder der Spezialeinheit ging ihr historischer Auftrag allmählich zu Ende. Vorbei waren die Tage, an denen die Kerberos - wie sie auch genannt wurden - mit ihren Panzermonturen und schweren Waffen die offene Auseinandersetzung suchten. Nun erhalten sie einen neuen und diesmal entgültigen Auftrag."

Mit dieser Erzählung beginnt das Anime Meisterwerk Jin-Roh, um uns die fiktive Vergangenheit näher zu bringen. Der Film spielt in Japan zehn Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges, den die Deutschen gewonnen haben. Beim gemeinsamen Einsatz der Polizei und der Spezialeinheit gegen Demonstranten, wird das Chaos von der Spezialeinheit dazu genutzt, um auf Jagd nach Mitgliedern der Sekte in der Kanalisation zu gehen. Dort stellt der Neuling der Spezialeinheit, Kasuki Fuse, ein junges Mädchen mit dem Namen Nanami Agawa, die von der Sekte als Botin zu Transport von Bomben benutzt wird. Aus Angst sprengt sich das Mädchen mit einer dieser Bomben vor den Augen Fuses in die Luft. Wegen diesen Vorfalls wird Fuse von einem Ausschuss wieder zur Grundausbildung geschickt. Der Polizei reicht das aber nicht, weshalb sich die Polizei mit der Abteilung für Sicherheit verbündet und eine Verschwörung gegen die Spezialeinheit plant. Ziel ist es, diese ein für alle Mal aus dem Verkehr zu ziehen. Und über dieser Verschwörung kreist immer der Name einer angeblichen Geheimorganisation mit dem Namen Jin-Roh – der Wolfsbrigade, die in jeder staatlichen Organisation Spitzel haben soll. Fuse, der die Geschehnisse in der Kanalisation nicht überwinden kann, lässt über seinen einzigen Freund Henmi , Mitglied der Abteilung für Sicherheit, die Identität des Mädchen ermitteln. Am Grab des Mädchen lernt Fuse ihre ältere Schwester kennen, die in einem Roten Mantel eingehüllt ist. Diese übergibt ihm bei dieser ersten Begegnung Nanamis Lieblingsbuch "Rotkäppchen". Er trifft sich immer öfter mit ihr und es beginnt eine außergewöhnliche Beziehung zwischen den beiden.

Bemerkungen
Dieser Film kann man als ein Meisterwerk im Anime Bereich bezeichnen. Das Faszinierende an diesem Film ist die dauernde Präsenz des abgeänderten Horror-Märchens Rotkäppchen. Während die Handlung fortschreitet, wird auch das Märchen immer weiter erzählt. Das Rotkäppchen in diesen Film ist eindeutig die Schwerster von Nanami Agawa, dem Mädchen, das sich in die Luft sprengte. Der gesamte Film ist fast ausschließlich in Erdtönen gezeichnet worden, der einzige Lichtblick ist der Mantel der Schwester, der sich in seinem Rot von allem anderen abhebt. Auch die Rolle Fuses und der Wolfsbrigade ist bis zum Schluss unklar. Alles im allem ist der Film ein geniales politisches Verwirrspiel, und man sollte ihn zumindest einmal gesehen haben.

Technische Basis für den Review
 
TV: Saba 71cm / Verbindung: Vollbeschaltetes Dreifach abgeschirmtes Scart Kabel
DVD-Player: Thomson DTH 4200, region free geschaltet
Verstärker: 
Boxen: 
Computer: AMD XP1900, 512 MB RAM, ATI Radeon8500, Sony 21-Zoll, Power DVD 2.55, Boxen (PC): Typhoon DD 5.1 System
 

16-04-2003

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