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Serial Experiments Lain Vol.2/4

Cover
Originaltitel:  serial experiments lain
Wichtige Links

Verwandte Titel
Genre:  Drama, Sci-Fi
Altersfreigabe:  FSK-12
Label:  SPVision
empf. VK:  19,95 €  [Bei Anime-Versand kaufen]
EAN-Nummer:  X-693723-903477
Spieldauer:  84 Minuten
Releasedatum:  09/2004
Bewertet durch:  Andreas "Aijinn" Janne
Wertungsübersicht
 
Voting
Inhalt (der Film):
Bild:
Ton:
Untertitel:
Synchro:
Menüs:
Extras:
Verpackung:
 
Die DVD:
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Der Film:
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Technische Ausstattung der DVD
Bildformat:  4:3 Videostream:  5,72 MBit/s, PAL, 720 x 576
Tonformat:  Japanisch, Dolby Digital 2.0
Deutsch, DTS 5.1
Deutsch, Dolby Digital 5.1
Audiostream:  224 / 768 / 448 kBit/s kBit/s
Untertitel:  Deutsch User-Prohibits:  nein
Regioncode:  RC2 DVD-Typ:  DVD-9 (4739 MByte belegt)
 
Ausführliche Beschreibung

Covertext
Noch immer versucht Lain herauszufinden, ob ihre Klassenkameradin Chisa wirklich Selbstmord begangen hat und wie sie eine Mail von der Toten erhalten konnte. Nachforschungen der 13jährigen zeigen, dass noch mehr Kinder sich das Leben genommen haben. Auch hier scheint die Antwort in der Netzwelt "The Wired" versteckt, und Lain taucht ständig tiefer ein in die Geheimnisse der virtuellen Realität, wo eine gefährliche Gruppe namens "Knights" alle Informationen kontrolliert. Doch auch in der normalen Welt lässt sich "The Wired" nicht so einfach abschütteln: Männer in Schwarz verfolgen Lain und stellen ihr merkwürdige Fragen. Die Realität, ihre Familie und selbst Lain - existieren sie wirklich?

Bild (4 Punkte)
Das Bild ist nahezu optimal. Die Konturen sind scharf, die eigenwilligen Farben kräftig und Fehler sucht man als Zuschauer vergebens, sowohl auf dem PC als auch auf dem Fernseher. Allerdings macht sich die gegenüber Volume 1 gesunkene Bitrate teilweise bemerkbar, und so findet man hier und da in dunkleren Flächen eine leichte Artefaktbildung vor.

Ton (3 Punkte)
Während die japanische Tonspur fehlerfrei ist, gibt es bei beiden deutschen Spuren in Episoden 6 bei 6:48 Minuten einen kurzen Tonaussetzer. Abgesehen davon sind jedoch keine weiteren Fehler zu vermelden. Bei der DTS- und der normalen 5.1-Fassung, handelt es sich erwartungsgemäß um simple Upmixe. Normale Umgebungsgeräusche wurden mit ein wenig Hall versehen, die Sprache kommt fast ausschließlich aus dem Center, und Effekte sowie die Musik wurden auf alle Boxen verteilt. Besonders bei letzterer kann der Subwoofer dann auch öfter mal zeigen, was in ihm steckt. Generell läßt sich sagen, dass die DTS-Fassung etwas transparenter klingt als die Dolby-Spur. Die japanische Originalspur kommt mit reinem Stereo-Ton aus, welcher im Rahmen seiner Möglichkeiten ein recht gutes Klangbild erzeugt.

Untertitel (3 Punkte)
Die Untertitel sind weiß und haben eine schwarze Outline. Dadurch sind sie auf jedem Untergrund hervorragend lesbar. Das Timing ist ebenfalls korrekt, und Fehler, egal welcher Art, konnte ich nicht ausmachen. Der Song des Vorspanns wurde nicht untertitelt, genauso wenig wie der des Abspanns. Die Credits stammen von der amerikanischen Fassung.

Selbstverständlich wurde bei einer Serie wie "Lain" sorgsam darauf geachtet sämtliche Displays, Schilder, und ähnliches mit Untertiteln zu versehen. Digital Anzeigen wurden jedoch für die deutsche Fassung ebenfalls übersetzt und integrieren sich so vollständig in das Gesamtbild.

Synchro (4 Punkte)
Beide Sprachfassungen wissen zu überzeugen. Die deutsch synchronisierte Version ist sehr professionell gemacht. Die Sprecher, allen voran Manja Doering als Titelheldin, synchronisieren ihre Rollen durchaus glaubhaft. Schön ist es auch, dass bekannte Sprecher, wie Detlef Bierstedt (G. Clooney) verpflichtet werden konnten. Auf dieser DVD kristallisieren sich die wirklich wichtigen Rollen bereits heraus. Alice (die von Sonja Scherff ganz hervorragend vertont wird!) spielt im Gegensatz zu Reika und Jyuri eine übergeordnete Rolle. Auch Mikas Sprecherin, Diana Borgward, macht ihren Job ausgezeichnet. Und in Mau`s Sprecher werden sicher einige Zuschauer Jim Carrey "wiedererkennen". Er bringt den Wahn, dem seine Rolle verfallen wirklich sehr gut rüber. Die restliche Besetzung arbeitet souverän, aber nicht überdurchschnittlich bemerkenswert.

Nichtsdestotrotz ziehe ich die Originalfassung vor. So ausgezeichnet unsere Landsleute ihren Job auch machen, schafft es die japanische Version eine Atmosphäre aufzubauen, die unvergleichlich ist. Ob einem nun die Stimmen gefallen oder nicht, aber einige Charaktere kommen im Original einfach noch verrückter (und das meine ich wirklich im psychologischen Sinne des Wortes) rüber.
  • Studio: Brandtfilm (2004)
  • Lain: Manja Doering - Card Captor Sakura = Sakura; Krieg der Sterne 2= Königin Amedala
  • Alice/Myumyu: Sonja Scherff - Feststimme von Mena Suvari und Christina Ricci; Digimon=Sora
  • Jyuri: Rubina Kuraoka - X-Serie= Yuzuriha; Astroboy=Astroboy; Yugioh=Tea
  • Reika: Marie-Luise Schramm - Digimon = Kari; Dr. Slump = Arale
  • Yasuo: Detlef Bierstedt - Feststimme von George Clooney
  • Lieferant: Gerrit Schmidt-Foß - Feststimme von Leonardo diCaprio, Fuma in der X-Serie; Yugioh=Kaiba
  • Navi : Martina Treger: Lois (Jane Kaczmareck) in Malcolm mittendrin... Teresa in Arjuna
  • Mika: Diana Borgward: Card Captor Sakura - Kero-Chan, Dharma und Grag - Dharma (Jenna Elfman)
  • Chisa: Antje von der Ahe - u.a. Stimme von Penelope Cruz; Faye Valentine - Cowboy Bebop
  • Mau: Stefan Fredrich - Feststimme von Jim Carrey
  • Professor Hodgeson: Jochen Schröder - bekannt aus vielen TV-Produktionen, u.a. Praxis Bülowbogen

Menüs (5 Punkte)
Das Menü empfinde ich als sehr gut gelungen. Eine kurze Animation, die gleich deutlich macht, um welches Genre es sich bei "SEL" handelt, führt zu einem einfachen, aber auch fehlerfreien Hauptmenü. Ein Artwork von Lain sowie ein durchweg animierter Hintergrund zieren das Ganze. Die Gliederung ist denkbar unkompliziert und die Abläufe erfolgen zügig. Schön und praktisch, was will man mehr?

Extras (2 Punkte)
Volume 02 enthält die Ending Sequenz ohne Credits und einige Settai Skizzen in einer Gallerie, sowie die üblichen Trailer für weitere Titel von SPVision. Das Non-Tel-Ending ist sehr schlicht gemacht. Es zeigt lediglich Lain, die unbekleidet inmitten einer Umgebung, die aus Computerbauteilen besteht, schläft. Die Settai Gallerie scheint etwas "misslungen" zu sein, denn auf meinem Fernseher, wie auch auf dem PC Bildschirm, waren die schwarz/weißen Bilder sehr schlecht zu erkennen.

Verpackung (3 Punkte)
Die DVD wird in einer normalen Amaray Hülle geliefert, die jedoch zusätzlich in einem Pappschuber steckt. Das Covermotiv ist äußerst ansprechend, genauso wie das kühle Design der Rückseite. Innen findet man, neben der Disc selbst, ein Blatt, das einerseits die einzelnen Kapitel auflistet und auf der anderen Seite das Artwork der Außenseite wiederholt. Die Innenseite der Hülle zeigt bereits alle vier DVDs der Serie.

Der Film (5 Punkte)
!!! W A R N U N G !!!
Der folgende Abschnitt kann Informationen enthalten, welche der Handlung des Filmes vorgreifen.
Layer 05: DISTORTION

Deus (der Gott der "Wired") spricht immer deutlicher zu Lain und erklärt ihr, dass die körperliche Existenz der Menschen armselig und ohne Perspektiven ist. Jedoch hat sich bereits eine Alternative hierzu entwickelt... Mika verlässt die Wohnung eines, oder vielleicht ihres, Freundes. Auf der Straße begegnet sie ihrer Schwester, bemerkt sie jedoch nicht. Da überall in der Stadt die Ampeln und Navigationssysteme verrückt spielen, rast ein Auto auf sie zu... Lains Gesicht erscheint auf allen möglichen Anzeigen der Stadt, doch wieder mal hat die Kleine selbst keine Ahnung von dem, was vor sich geht. Derweil betreibt sie Nachforschungen merkwürdigster Art: In einer virtuellen Welt, in der ihr Zimmer wieder wie früher ist, erscheinen Abbilder ihrer Eltern und anderem, und berichten von Deus und seinen Prophezeihungen. Doch auch an den "normalen" Menschen gehen die jüngsten Entwicklungen nicht vorbei. Alice, Jyuri und Reika reden in einem Cafè über die "KNIGHTS", jene mysteriöse Hacker-Organisation, über die niemand etwas Genaues zu wissen scheint. Allerdings vermutet Alice bereits, dass diese etwas mit all den schlimmen Vorkommnissen der letzten Zeit zu tun haben könnten. Mika hat derweil ganz andere Probleme. Mysteriöse Nachrichten erreichen sie; sie sieht wie ihre Schwester reglos auf der Straße steht und plötzlich verschwindet sie vom Essen mit ihren Eltern und muss sich an verschiedensten Orten wiederfinden. Trotzdem ist sie sich ihrer Situation durchaus bewusst, und obwohl sie nicht begreift, was passiert, und was die Worte "Erfülle die Prophezeihung" mit ihr zu tun haben, vergisst sie nicht, dass sie eigentlich beim Essen mit ihrer Familie sein sollte. Sie läuft nach Hause und trifft im Flur – sich selbst. Leider kann ihr anderes Ich, das sich offenbar gar nicht vom Tisch fortbewegt hat, sie nicht sehen. Nur Lain, die hinzukommt erkennt die verschwindende Lichtgestalt ihrer Schwester. Als sie sich wieder vor ihrem NAVI befindet fragt sie lediglich: "Wer ist heute dran?"

Layer 06: KIDS

Lains Zimmer hat sich beinahe schon in einen "Sumpf" aus Computern verwandelt. Überall auf dem Boden ist Kühlwasser, das aus ihren aufwendigen Systemen leckt. Auf äußere Einflüsse reagiert das Mädchen gar nicht mehr, wenn sie sich im Netz befindet. Dort hat sie sich mit den "KNIGHTS" angefreundet. Letztendlich hat sie aber auch noch ein körperliches Leben, und muss zur Schule gehen. Auf dem Weg dorthin sieht Lain einen Jungen, der mit ausgestreckten Armen in den Himmel starrt. Alice macht sich Sorgen um ihre Freundin, die beinahe wieder genauso still ist, wie früher. Deshalb beschließt sie, zusammen mit Reika und Jyuri, Lain etwas aufzubretzeln und mit ihr in die Stadt zu gehen. Tatsächlich haben die vier viel Spaß miteinander, bis sie immer wieder auf Kinder treffen, die in den Himmel starren und ihre Arme heben, als wollten sie genau dorthin. Lain folgt den Blicken der Jungen und Mädchen, da reißt plötzlich die Wolkendecke auf und enthüllt ihre eigene leuchtende Gestalt, die auf die Erde nieder sieht. Niemand bemerkt, dass Lain wieder nach Hause kommt: Die Mutter schon gar nicht, und auch Mika scheint, obwohl sie bei Bewusstsein ist, seit jener Begegnung mit sich selbst, besinnungslos vor sich hin zu vegetieren. Lain beginnt sofort zu recherchieren und stößt im Netz auf einen fanatischen Wissenschaftler, der vor vielen Jahren Experimente mit dem Psi (Gedankenkraft) von Kindern gemacht hat, wobei jedoch alle Beteiligten ums Leben kamen. Sein Geist, der sich ebenfalls im "Wired" befindet, vermutet, dass irgendjemand seine Forschungsunterlagen ins Netzwerk geschleust hat, und nun das Experiment wieder auferstehen lässt. Für Lain gibt es nur einen Schluss: Die "KNIGHTS" müssen die Verantwortlichen sein. Als wieder die zwei Herren in schwarz an ihrem Fenster auftauchen, geht sie nach draußen und bezichtigt diese zu der mächtigen Hacker-Bande zu gehören, doch in diesem Moment explodiert ihr Kühlsystem. Einer der Männer vermutet, dass die "KNIGHTS" eine Bombe in Lains System eingeschleust haben. Somit dürfte feststehen, die stillen Beobachter gehören nicht zu jener ominösen Organisation.

Layer 07: SOCIETY

Wer sind die "KNIGHTS"? Immer wieder stößt Lain auf die Gruppe, doch nirgends sind wirkliche Informationen zu finden. Allerdings ist sie selbst in der "Wired" zu so etwas wie einer Berühmtheit geworden. Ihre Macht und ihre bloße Existenz im Netzwerk sind beinahe schon legendär. Alice ist höchst beunruhigt über den Zustand ihrer kleinen Freundin. Lain schottet sich immer mehr ab und beschäftigt sich auch während des Unterrichts nur noch mit der Pocket-Version ihres NAVI. Vor dem Haus ihrer Familie wartet bei Lains Heimkehr wieder einmal das schwarze Auto. Doch dieses Mal bitten seine Insassen sie mit ihnen zu kommen. Ein Geschäftsmann, eine Hausfrau und ein fetter Computerfreak – langsam aber sicher lüften sich die Reihen der "KNIGHTS", in die auch ein völlig abgedrehter Typ eintreten möchte, der nur noch durch den Visor seines Computers schaut und die Grenze zwischen "Realworld" und "Wired" zerstören will. Doch als er endlich den Zutritt in den Channel der "KNIGHTS" schafft, erwartet ihn dort Lain! Diese weiß jedoch gar nichts von ihrem eigenwilligen, "virtuellen" Alter Ego. Sie wird zu einem Mann gebracht, der in einer völlig leeren Wohnung vor einem altmodischen Rechner sitzt. Er zeigt dem eingeschüchterten Mädchen, wie ihr virtuelles Ich den Bewerber für die "KNIGHTS" beschimpft und nennt sie selbst ein Mitglied der Hacker-Bande. Was ist Lains wahre Bedeutung? Ist ihr Leben wirklich, das, was sie glaubt, was es ist? Warum weiß sie nicht, wann ihre Eltern Geburtstag haben? Lain ist fassungslos darüber, dass sie tatsächlich nicht antworten kann, doch plötzlich, und ohne die Hilfe eines technischen Geräts verwandelt sie sich in die Lain der "Wired" und fährt ihr Gegenüber kaltherzig wann, wozu solche Informationen überhaupt gut wären. Es wird immer klarer, dass beide Welten sich mehr und mehr miteinander vereinigen. Indessen hat der Bewerber seine Helden gefunden: Er steht vor den "KNIGHTS", doch anstatt ihn zu einem von ihnen zu machen, töten die drei ihn und hinterlassen ihr Emblem auf seinem Visor.

...to Be continued...

Bemerkungen
Für eine solche Ausnahmeserie ist die DVD Vermarktung eigentlich etwas dürftig. Sicher, sind die Möglichkeiten für hochwertige Extras bei Animes immer etwas begrenzt, aber trotzdem wären ein paar mehr Zugaben schön gewesen. Vielleicht werden wir ja bei den nächsten beiden Ausgaben noch überrascht.

Inhaltlich werden allerdings keine Wünsche offen gelassen. Genauso wie Lain wird man immer tiefer in die Welt der "Wired" verstrickt und wünscht sich endlich die seltsamen Gespinste zu entwirren und das Geheimnis um "Gott" und die "KNIGHTS" zu lösen.

Wir danken SPVision für die Bereitstellung eines Reviewexemplars.

Technische Basis für den Review
 
TV: GRUNDIG ST - 72 600 TOP
DVD-Player: REDSTAR 231G
Verstärker: ---
Boxen: ---
Computer: GERICOM Webshox Per4mance 1620 Pentium IV, 1.6 GHz, 256 MB RAM, 20 GB HDD, Grafikkarte: SiS 650, POWER DVD
 

11-11-2004

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