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Millennium Actress (franz.)

Cover
Originaltitel:  Millennium Actress
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Verwandte Titel
Genre:  Drama
Altersfreigabe:  unbekannt
Label:  Dreamworks Home Entertainment
empf. VK:  14,99 €
Spieldauer:  83 Minuten
Releasedatum:  04/2005
Bewertet durch:  Benjamin "Katsuhisa" Thüring
Wertungsübersicht
 
Voting
Inhalt (der Film):
Bild:
Ton:
Untertitel:
Synchro:
Menüs:
Extras:
Verpackung:
 
Die DVD:
Mit diesem Voting gibst du deine Bewertung zur vorliegenden DVD ab. Du bewertest also nicht nur den Film/die Serie, sondern die vorliegende DVD mit allem was dazu gehört.
100%100%100%  100% (4 Stimmen) [Abstimmen]
 
Der Film:
Mit diesem Voting bewertest du ausschließlich den Film/die Serie und nicht die DVD.
89.3%89.3%89.3%89.3%89.3%  89.3% (7 Stimmen) [Abstimmen]
 
Technische Ausstattung der DVD
Bildformat:  16:9 (1.85:1 Anamorphic Widescreen) Videostream:  7,17 MBit/s, PAL, 720 x 576
Tonformat:  Japanisch, Dolby Digital 5.1
Deutsch, Dolby Digital 5.1
Französisch, Dolby Digital 5.1
Spanisch, Dolby Digital 5.1
Audiostream:  448 / 384 kBit/s
Untertitel:  Deutsch, Englisch
Französisch, Spanisch
User-Prohibits:  Nein
Regioncode:  RC2 DVD-Typ:  DVD-9 (7743 MByte belegt)
 
Ausführliche Beschreibung

Covertext
Der Covertext enthält keine relevanten Inhaltsangaben.

Bild (4 Punkte)
Der Kontrast und die Bildschärfe überzeugen ebenso wie Farbgebung und die einwandfreie Kompression. Auf der Gegenseite sind das leichte Bildrauschen sowie stetige, aber eher unauffällige Bildverunreinigungen anzuführen. Ab und zu fallen winzige Unruhen des Bildes auf, nichtsdestotrotz erreicht die Qualität ein gutes Niveau.

Ton (5 Punkte)
Die klangstarke sowie klare 5.1-Tonspur ist im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut abgemischt. Die Dialoge tönen wie erwartet primär aus dem Center, während auf die restlichen Lautsprecher die Musik und Soundeffekte gelegt wurden und im Gesamten einen akzeptablen räumlichen Klang erzeugen. Der deutsche und japanische Ton nehmen sich dabei nicht viel und klingen ähnlich gut.

Untertitel (4 Punkte)
Die deutschen Untertitel liegen löblicherweise in zwei Spuren vor. Die erste bietet die normale Untertitelung, die zweite beschränkt sich auf die Übersetzung der wichtigen Beschriftungen, so dass auch beim Ansehen der deutschen Sprachfassung diesbezüglich keine Fragen offen bleiben. Das Timing der weißen Untertitel mit schwarzer Outline ist dabei einwandfrei, und auch sonstige Verstöße sind nicht auszumachen. Technisch und inhaltlich hinterlassen die Untertitel einen sehr guten Eindruck.

Synchro (5 Punkte)
Bei der deutschen Synchronisation handelt es sich um eine tadellose und professionelle Bearbeitung, die mit bekannten und fähigen Sprechern ausgestattet wurde. Die Synchronsprecher wurden dabei passend besetzt und überzeugen in ihrer jeweiligen Rolle. Besonders Wolfgang Condrus, Stammsprecher von Sam Neill und Genyas Mime, begeistert mit seiner engagierten und mitreißenden Schaulspielkunst. Alle Sympathie zieht auch der unbekannte Maler auf sich, der mit Norman Matts freundlich warmer Stimme ebenfalls einen Glücksgriff erlebt hat. Norman Matt dürfte den meisten wohl als Möchtegern-Pirat Guybrush Threepwood, Hauptprotagonist der Lucas Arts Adventure-Reihe Monkey Island im Gedächtnis haften. Schon damals sorgte der Sprecher für eine erfrischend komische Darbietung seiner Künste. Die Hauptperson und Mittelpunkt selbst, Chiyoko Fujiware, profitiert in allen drei Lebensphasen von einer mehr als anstandslosen Besetzung. Die Berliner Synchron hat ohne Frage professionelle Arbeit verrichtet, die dem Film voll und ganz gerecht wird.

Die japanischen Sprecher beweisen wieder einmal Fingerspitzengefühl und leisten durchweg hochwertige Arbeit. Die konsequente Qualität übertrifft im Vergleich die des deutschen Pendants, da das Gesamtbild etwas stimmiger wirkt. Im direkten Vergleich der einzelnen Sprecher kann es aber Wolfgang Condrus zum Beispiel locker mit seinem japanischen Gegenstück aufnehmen, und auch Timmo Niesner ist bestimmt nicht schlechter als sein Kamera-Kollege.

Synchronstudio: Berliner Synchron AG

Die Charaktere und ihre Synchronsprecher in alphabethischer Reihenfolge:

Alte FrauBarbara Ratthey
Angestellter (Space Center)Werner Ziebig
AssistentUlrich Müller Hönow
BesucherinDenise Gorzelanny
Chiyoko Fujiwara [Alt]Rita Engelmann
Chiyoko Fujiwara [Erw.]Tanja Geke
Chiyoko Fujiwara [Kind]Victoria Frenz
Chiyokos MutterEvelyn Maron
DirektorKarl Schulz
Eiko ShimaoDiana Borgwardt
Genya Tachibana [Alt]Wolfgang Condrus
Junichi OotakiErich Räuker
Kyouji IdaTimmo Niesner
MädchenSelma Sarstedt
MalerNorman Matt
MinoRegine Albrecht
PfarrerKarl Heinz Grewe
PolizistUwe Jellinek
Scarface [Geheiminspektor]Helmut Gauss
Studentin 1Almut Zydra
Studentin 2Viktoria Voigt
Studentin 3Julia Koberstein
Studentin 4Angela Ringer
WahrsagerThomas Hailer

Menüs (4 Punkte)
Nach überspringen des Labeltrailer kann man die Menüsprache festlegen. Hier interessiert natürlich in erster Linie Deutsch, das neben Französisch, Englisch und Spanisch zur Verfügung steht. Das anschließende Copyright kann man ebenfalls umgehen. Schichtweise blendet nun das Hauptmenü Bilder ein, um dann auf der linken Seite ein kleines Video abzuspielen, während eine wunderschöne Melodie im Hintergrund gespielt wird. Die Untermenüs "Kapitelübersicht" und "Konfiguration" verfügen über den identischen Hintergrund und die selbe Musik wie das Hauptmenü, sind aber animationslos. Das Navigieren erfolgt ohne Probleme und reaktionsschnell.


Hauptmenü


Kapitelübersicht


Konfiguration


Extras (3 Punkte)
Das Extra auf der DVD hört auf den Namen
  • Hinter den Kulissen
Dahinter verbirgt sich ein ca. 40 minütiges Making-of, wie man es gerne sieht. Hier gewähren die wichtigsten Beteiligten, allen voran natürlich Satoshi Kon, einen tiefen Einblick in den Entstehungsprozess von Millennium Actress. Unter anderem ist es faszinierend zu sehen und zu hören, welche Zufälle die Gestaltung des Films beeinflussten. Insgesamt ein umfangreiches und überaus interessantes Making-of, das der Käufer zu sehen bekommt.

Verpackung (2 Punkte)
Das sehr schön gestaltete Frontcover zeigt mittig positioniert die junge Chiyoko, die den gewichtigen Schlüssel bei sich trägt. Dabei steht sie auf einem mit Szenen-Fotos gepflasterten Boden. Etwas störend wirken dabei die übermäßigen Schriften, die für meinen Geschmack zuviel Platz einnehmen. Auf der Rückseite steht wie üblich der Covertext, und man findet neben den Screenshots auch die DVD-Angaben. Beim Öffnen der transparenten Amaray-Hülle starrt man in gähnende Leere. Die Innenseite wurde leider nicht bedruckt und präsentiert sich daher im schönsten Weiß. Erfolglos verläuft auch die Suche nach einem inhaltsträchtigen Booklet. Es erwartet den Käufer allein die DVD.

Der Film (5 Punkte)
!!! W A R N U N G !!!
Der folgende Abschnitt kann Informationen enthalten, welche der Handlung des Filmes vorgreifen.
Für Genya Tachibana ist es eine ganz besondere Ehre sein großes Idol, die ehemalige Schauerspielerin Chiyoko Fujiware interviewen zu dürfen. Zusammen mit seinem Kameramann Koji lauscht und verfolgt er gespannt die Lebensgeschichte der alten Frau, die als junges Mädchen zufällig einem verletzten regierungsfeindlichen Maler begegnet ist. Fasziniert von seinen Gedanken und seiner Person gibt sie ihm das Versprechen, ihn am nächsten Tag wiederzusehen. Doch sie trifft ihn nicht an und findet stattdessen des Malers wichtigen Schlüssel, den er bei seiner Flucht verloren hat. Seiner Spur folgend entschließt sie sich gegen den Wunsch ihrer Mutter Schauspielerin zu werden, um ihr Versprechen einzulösen und ihm den Schlüssel zurückzugeben. Schritt für Schritt wird aus dem jungen unerfahrenen Mädchen eine berühmte Schauspielerin, doch das Ziel der Begegnung mit dem geheimnisvollen Unbekannten rückt in weite Ferne, als er eines Tages von der Polizei festgenommen wird...


Bemerkungen
Mit Millennium Actress hat Meisterregisseur Satoshi Kon, kreativer Kopf hinter den Filmen Perfect Blue und Tokyo Godfathers, ein bedrückendes sowie großartiges Drama über die ewige Suche nach der Liebe geschaffen, das man sich um nichts auf der Welt entgehen lassen darf. Dabei ist es nicht nur die herzzerreißende Geschichte um die einstige Berühmtheit Chiyoko Fujiware, sondern auch der ungewöhnliche Erzählstil, der von der ersten bis zur letzten Sekunde Fantasie und Aufmerksamkeit vom Zuschauer einfordert. Satoshi Kon begnügt sich nicht mit einer simplen Nacherzählung ihrer Vergangenheit. Die bewegende Lebensgeschichte erfolgt in Form eines Interviews, das Gegenwart, Vergangenheit und Fiktion ineinander verschwimmen lässt. So wird ein Großteil der Geschichte in Form von Filmszenen dargestellt und verwebt Chiyokos schauspielerische Vergangenheit mit ihrer einstigen Suche in ein dramatisches Kunstwerk. Die Sprünge zwischen den verschiedenen Szenarien blenden dabei stets nahtlos über, der Film verliert nie an Dynamik. Genya Tachibana und sein Kameramann Koji fristen während des gesamten Films über aber kein Schattendasein, sondern spielen anfangs die teilhabenden Beobachter, die sich stets mitten im Geschehen finden. Dieser Zustand verwischt aber mit Fortschreiten der intensiven Story, denn Genya übernimmt immer mehr eine aktive Rolle in dem mitreißenden Stück. Genau dieser Erzählstil macht diesen Film so außergewöhnlich, verlangt vom Zuschauer aber auch seine vollste Aufmerksamkeit. Dank der tadellosen deutschen Synchronisation sollte dies zu jeder Zeit möglich sein.

Neben der erfrischend komplexen Narration profitiert der Film ebenso von seiner technischen Ausführung durch das renomierte Studio Madhouse, welches sich unter anderem schon für Tokyo Godfathers, X (Film, OVA, Serie) und Gunslinger Girl auszeichnete. Ein detailliertes und liebevolles Artwork, saubere Animationen und die wunderschöne Darstellung der einzelnen Szenarien und "Kostüme" sorgen für ein visuelles Vergnügen. Die klangvolle Musik steht dem in nichts nach, abwechslungsreiche Arrangements verwöhnen die Sinne und unterstreichen jederzeit gekonnt die Atmosphäre der gezeigten Bilder.

Regisseur Satoshi Kon beweist mit diesem Film sein großes Talent auf unkonventionelle Weise anspruchsvolle Geschichten zu erzählen, ohne den Zuschauer dabei letztendlich zu überfordern. Der Film ist nicht nur ein inhaltliches Meisterwerk, sondern ebenso ein audiovisuelles Kunstwerk!

Technische Basis für den Review
 
TV: Philips L9 Flatscreen 51cm
DVD-Player: JVC XV-N212S
Verstärker: 
Boxen: Creative Inspire GD580 5.1
Computer: AMD Athlon 1,4 GHz, Geforce2 GTS, Powerdvd 5.0, Sony DRU-710A, Miro Display 1795 F
 

05-05-2005

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