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Steamboy - Limited Edition

Cover
Originaltitel:  Steamboy
Wichtige Links

Verwandte Titel
Genre:  Fantasy
Altersfreigabe:  FSK-12
Label:  Sony Pictures Home Entertainment
empf. VK:  49,99 €  [Bei Anime-Versand kaufen]
EAN-Nummer:  4-030521-702950
Spieldauer:  121 Minuten
Releasedatum:  06/2005
Bewertet durch:  Benjamin "Katsuhisa" Thüring
Wertungsübersicht
 
Voting
Inhalt (der Film):
Bild:
Ton:
Untertitel:
Synchro:
Menüs:
Extras:
Verpackung:
 
Die DVD:
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Der Film:
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Technische Ausstattung der DVD
Bildformat:  16:9 (1.85:1, anamorph) Videostream:  6,52 MBit/s, PAL, 720 x 576
Tonformat:  Japanisch, Dolby Digital 5.1
Deutsch, DTS 5.1
Deutsch, Dolby Digital 5.1
Polnisch (Voice over), Dolby Surround
Audiostream:  448 / 448 / 768 / 192 kBit/s
Untertitel:  Deutsch, Englisch
Polnisch, Türkisch
User-Prohibits:  Nein
Regioncode:  RC2 DVD-Typ:  DVD-9 (6522 MByte belegt)
 
Ausführliche Beschreibung

Covertext
Das Retro-Sciencefiction-Epos spielt in England zu Königin Victorias Zeiten. STEAMBOY erzählt die Geschichte eines außergewöhnlich begabten jungen Erfinders namens Ray Steam, der eine geheimnisvolle Metallkugel bekommt, die eine neue Energieform gespeichert hat, die für eine ganze Nation ausreicht. Der Junge muss diese Kugel einsetzen, um das Böse bekämpfen, den Namen seiner Familie reinzuwaschen und London vor der drohenden Zerstörung zu bewahren.

Bild (4 Punkte)
Das Bild besitzt durchgehend eine optimale Schärfe, die Kontrast und Farbwerte geben keinen Grund zur Klage und auch die Kompression arbeitet jederzeit zuverlässig. Blöße gibt sich das Bild im Bereich Rauschen, welches sich aber eher unauffällig durch den gesamten Film zieht. Hinzu kommen noch selten auftretende Verunreinigungen, die hier und da ihre Präsenz offenbaren. Perfekt ist die vorliegende Optik somit nicht, trotzdem ist der digitale Transfer im Gesamten gut ausgefallen.

Ton (5 Punkte)
Der pompöse Soundtrack schallt brachial aus den Lautsprechern und taucht den Raum in ein Notenmeer, diverse Effekte ertönen dynamisch aus den unterschiedlichsten Richtungen und erzeugen eine gelungene Akustik. Wie meist üblich bei den meisten Abmischungen liefert auch hier die Centerbox in erster Linie die frontlastige Sprachausgabe. In dieser Kategorie unterscheidet sich der deutsche Ton auch vom japanischen, der etwas dumpfer und wenig räumlich abgemischt wurde und der deutschen Fassung hierbei ein klein wenig hinterher hinkt. Im Bereich der sonstigen Effekte und dem Soundtrack liegen die zwei Sprachfassungen erwartungsgemäß auf gleicher Höhe. Keine Quantensprünge macht dabei der DTS-Ton, der sich qualitativ von Dolby Digital nicht eminent absetzen kann. Insgesamt bietet der Film ein außerordentliches, klangtechnisches Erlebnis.

Untertitel (4 Punkte)
Die deutschen Untertitel liegen in weißer Schrift mit schwarzer Outline vor. Die Lesbarkeit und das Timing lassen hier keine Wünsche offen. Die Translation des sprachlichen Hilfsmittel ist erkennbar von der deutschen Sprachfassung unabhängig erfolgt. Orthografische Probleme treten nur sporadisch auf und sind daher nicht der Rede wert.

Synchro (4 Punkte)
  • Ray Steam: Tim Schwarzmaier
  • Eddie Steam: Christian Tramitz
  • Lloyd Steam: Thomas Fritsch
  • Scarlett O´Hara: Gabriele Pietermann
  • Robert Stevenson: Walter von Hauff
  • David: Philipp Brammer
Für den Film ließ es sich Sony Pictures Home Entertainment nicht nehmen, eine hervorragende Synchronisation zu spendieren, die dem Film in jeder Hinsicht gerecht wird. Mit Chrisitan Tramitz und Thomas Fritsch, in den Hauptrollen als Eddie Steam und Lloyd Steam, wurden bekannte und vor allem hochwertige Synchronsprecher verpflichtet, die ihre Rollen tadellos mit dem richtigen Maß an Leben einhauchen. Auch Ray hat mit seiner Stimme, geliehen von Tim Schwarzmaier, einen guten Fang gemacht und profitiert von der gelungenen Leistung seines jungen Sprechers. Das Gleiche gilt für Gabriele Pietermann, überaus passend besetzt und stimmlich treffend spricht sie die junge Scarlett in ihrer charmant fordernden Art. Ebenso sind die restlichen Protagonisten durch die Bank professionell und anstandslos besetzt, der Film weist ein durchgehend hohes Niveau auf. Somit reiht sich dieser Punkt lückenlos in die bisherigen Anime-Veröffentlichungen von SPHE ein.

Das japanische Original ist mit Erwartung routiniert besetzt und liefert eine klaglose Vorstellung für die abendliche Unterhaltung. Gewöhnungsbedürftig ist Scarletts Sprecherin, die die zickige Haltung des jungen verwöhnten Mädchens etwas zu treffend darstellt, mit ihrer übersteigerten Nervigkeit ein wenig die Antipathie auf sich zieht und damit der Figur insgesamt nicht gerecht wird. Das deutsche Pendant mit verkörpert die Rolle der Scarlett O' Hara daher einen Tick besser. Im übergreifenden Vergleich zwischen dem Original und der deutschen Vertonung hat letzere knapp die Nase vorn.

Menüs (5 Punkte)
Der überspringbare Labeltrailer führt zu einer netten Eingangsanimation, die auf eine Dampfmaschine zufährt. In dieser bietet sich eine rotierende und aufwändige Kamerafahrt um den begehrten Steamball dar, austretender und zischender Dampf, im Hintergrund sich drehende Zahnräder. Das schicke Hauptmenü geizt nicht mit einer aufwändigen Animation, welche stilgerecht mit Musik untermalt ist. Die Untermenüs - "Sprachauswahl/Tonauswahl", "Untertitel", "Szenenauswahl" und "Trailer" - sind dagegen weder animiert noch melodisch untermalt, sehen optisch dennoch ansprechend aus. An der Navigationsgeschwindigkeit und -richtigkeit gibt es nichts zu bemängeln, die Menüs wurden schick designt und tadellos programmiert.


Hauptmenü



Sprachauswahl/Tonauswahl



Szenenauswahl



Auch das Menü der Bonus-DVD zeigt nach einem Flug durch eine Rohrverbindung eine stimmungsvolle Szenerie. Auflösende Dampfschwaden und am Himmel vorbeiziehende Wolkenformationen. Am Horizont steigen Heißluftballons auf, während ein Zeppelin einen Flug über das alte London wagt. Im Vordergrund Ray Steam, den Steamball in Händen haltend, eingerahmt von Stahlkonstruktionen. Im Gegensatz zum Hauptmenü der Film-DVD "nur" eine reine 2D Animation, trotzdem gelungen. Akustisch untermalt wird der Ausblick mit einem Ausschnitt aus "Collapse and Rescue", stammend aus dem Soundtrack von Steamboy. Technisch funktioniert auch dieses Menü anstandslos.



Extras (5 Punkte)
Das Herzstück der Limited Edition sind neben dem Schuber vor allem die den ersten Blicken verborgenen Schätze:
  • ein 164 Seiten umfangreiche Skizzenbuch
  • ein 10er Postkarten-Set inklusive Kuvert
  • ein 28-seitiger, original japanischer Manga Nachdruck mit beigefügter deutscher Übersetzung
Das sehenswerte Skizzenbuch bietet auf seinen 164 Seiten einen detaillierten Blick auf ausschweifende Charakterzeichnungen, technische Baupläne und Fahrzeugstudien. Ein aufschlussreiches Buch mit erfreulich hohem Umfang, das neugierige Blicke auf sich ziehen wird. In einem schwarzen Kuvert, dass mit dem Schriftzug "Steamboy" geprägt wurde, verbergen sich 10 Postkarten mit sorgfältig ausgewählten Motiven, die in hervorragender Qualität auf stabilen Karton niedergedruckt wurden. Drei der Bilder stellen dabei sogar Originalzeichnungen von Katsuhiro Otomo dar, während die restlichen sieben dem Anime entliehen wurden. Als letztes greifbares Extra hält man einen japanischen Manga Nachdruck in den Händen, der die ideologischen Verhaltensregeln der Steam-Familie im Schnelldurchlauf abwiegelt. Inhaltlich ist der Manga somit eine skurrile gedankliche Kurzfassung des Films möchte man sagen.




Neben der Verpackung selbst enthält auch die Bonus-DVD eine erlesene Auswahl an Zusatzmaterial:
  • Filmdokumentationen
  • Produktionszeichnungen (5:41 min.)
  • Animations-Entwicklung (4:25 min.)
  • Kinotrailer
Die von dem Stück "Ray's Dilemma" begleitete Slideshow Produktionszeichnungen präsentiert aufwändig gemalte Szenerien, die durch ihre schiere Fülle beeindrucken. Eine vage Vermutung entfaltet sich, die ungefähr auffasst, wieviel Arbeit hinter dem Projekt steckt. Die schrittweise Erstellung der CGI-Elemente und deren nachfolgenden Verschmelzung mit den gewöhnlichen 2D-Animationen wird in Animations-Entwicklung anhand von fünf "Stummfilm"-Szenen detailliert vor Augen geführt. Ebenfalls sehr interessant anzusehen. Als Kinotrailer wird die rasant geschnittene englische Variante vorgeführt. Wie schön wäre ein Filmtheater-Veröffentlichung hierzulande gewesen.

Der wohl inhaltsträchtigste erste Punkt, die "Filmdokumentationen", unterteilen sich noch einmal in vier separate Aspekte, die aber auch in einem Stück begutachtet werden dürfen:
  • Making of Steamboy (34:17 min.)
  • Interview mit Katsuhiro Otomo (5:13 min)
  • Multi Screen Landschafts-Studie (19:11 min.)
  • Das Abenteuer geht weiter (Abspann ohne Text)
In Making of Steamboy geben unter anderem die Verantwortlichen für die technische Umsetzungen einen kleinen Überblick über die Entstehung des bildgewaltigen Projektes. Neben dem werden die japanischen Sprecher von Ray und Scarlett interviewt, die einige Gedanken über ihre Rollen beisteuern. Im Interview mit Katushiro Otomo erzählt dieser in aller Kürze etwas über die Anfänge, das Konzept der Geschichte und die technische Verwirklichung seiner neuesten Schöpfung. Anlässlich einer Steamboy-Ausstellung wurde die Multi Screen Landschafts-Studie produziert. Umgesetzt in einem Dreifelder-Splitscreen, unterteilt in zwei kleine und einen großen Bildausschnitt. Neben der Gegenüberstellung der Realität und dem künstlerischem Pendant, referieren diverse Teammitglieder und Katsuhiro Otomo selbst über die Ziele und Verwirklung des Projektes und geben sich sichtlich Zufrieden mit ihrem Schaffenswerk. Bezüglich Grundstruktur drehen sich die verschiedenen Videos um die selben Themen, doch in jedem erfährt man neue Gedanken und Hintergründe zu Steamboy. Interesse wecken die Einblicke allemal. Zum Abschluss erhält man noch die Möglichkeit einer unbehinderten Betrachtung der herrlich detaillierten Bilder des Abspanns, der in das Abenteuer geht weiter ohne die Credits auskommt.

Verpackung (5 Punkte)
Die Limited Edition von Steamboy wird einer überwiegend braunen, stabilen Verpackung ausgeliefert. Der äußere und innere Schuber sind mit den identischen Motiven bedruckt worden. Die Front zeigt den jungen Ray Steam auf einer Art selbstgebauten Jetpack, während die Rückseite einen ersten Blick auf das "Dampfschloss" gewährt. Das Innere der Kartonhülle beherbergt die beiden DVDs sowie die reichhaltigen Extras. Für die zwei Silberlinge hat man sich noch einmal in Zeug gelegt und präsentiert diese in einem aufwändigen Digipack mit Slipcase. Das Digipack selbst wurde großartig bedruckt, ein besonderer Blickfänger ist dabei die Außenseite, bei der ein Artwork von Katsuhiro Otomo Verwendung fand: Ray Steam, den "Steamball" in der Hand haltend, hinter ihm ein Panoramablick auf das alte London. Ein edler Pappschuber, ein designverliebtes Digipack, Sony Pictures Home Entertainment hat sich mit der Umsetzung der Limited Edition sichtlich viel Mühe gegeben und verdientes ein großes Lob.




Der Film (4 Punkte)
!!! W A R N U N G !!!
Der folgende Abschnitt kann Informationen enthalten, welche der Handlung des Filmes vorgreifen.
Tief in Alaska, eisige Temperaturen zum Trotz, stehen Dr. Lloyd Steam und sein Sohn Eddie Steam vor der größten technischen Revolution der letzten Jahrhunderte: Der Steamball! Eine Meisterleistung menschlicher Ingenieurskunst. Diese Kugel soll nahezu unbegrenzte Energie erzeugen und das Leben der Menschheit grundlegend verändern. Doch der Druck in den Rohren übersteigt weit das Sicherheitslimit, das Experiment gerät außer Kontrolle, die Fabrik wird in einer riesigen Explosion zerstört. In Manchester frönt derweil Ray, der jüngste Sproß der Steamfamilie, seinem liebsten Hobby: der Technik, dem Erfinden und Experimentieren. Seinen Vater und Großvater nacheifernd, steht er schon kurz vor der Vollendung seines "Dampfrads". Der erste Test wird allerdings durch den Postboten, der eine kleine Kiste abliefert, verzögert. Nach dem Öffnen der Sendung hält Ray Baupläne und eine mysteriöse Konstruktion in seinen Händen. Beiliegend eine Anweisung seines Großvaters, die Lieferung niemandem auszuhändigen. Doch diese Aufgabe ist nicht leicht zu erfüllen. Finstere Herren dringen in das Haus der Steams ein und versuchen den Steamball an sich zu reißen. Ray flieht mit seiner neuen Erfindung, doch auch seine Verfolger sind optimal ausstaffiert und jagen das junge Genie mit einer Dampflok auf Rädern, beschädigen das Steam-Anwesen dabei schwer. Die Aufsehen erregende Verfolgungsjagd endet in den rettenden Händen von Robert Stevenson und dessen Assistenten David. Doch die ihm zuteil werdende Hilfe soll nur von kurzer Dauer sein. Gerade vom ersten Schock erholt, greifen die Herren in Schwarz zu noch brachialeren Mitteln, um Ray und den Steamball in ihre Gewalt zu bekommen. Nachdem sie nun den Jungen mit einigen Mühen endlich eingefangen haben, verschleppen sie ihn auf ihren Zeppelin. In London angekommen, macht er die Bekanntschaft mit der zickigen und hochmütigen Scarlett O' Hara und erlebt ein Wiedersehen mit seinem Vater, der laut seines Großvaters eigentlich nicht mehr am Leben sein dürfte. Doch Eddies Seele atmet tief und hegt einen martialischen Plan: Die Zerstörung der Weltausstellung in London als Beweis der Stärke der wohl größen Steam-Schöpfung, die "Steamcastle" ...








Bemerkungen
Viel Zeit und Geld hat Katsuhiro Otomo in sein nach Akira zweites, großes Filmwerk investiert. 10 Jahre Arbeit und rund 20 Millionen Dollar waren nötig, um Steamboy den letzen Schliff zu verleihen. Ausgezeichnet hat sich das für Anime-Verhältnisse beispiellose Budget in Bereich Optik und Filmmusik allemal. Butterweiche Animationen, beeindruckende CGI-Spielereien, mit den unglaublich detaillierten Hintergründen perfekt zusammengefügt zu einer stimmigen Einheit. Studio Sunrise hat sich für Steamboy mächtig ins Zeug gelegt, präsentiert ein technisches Meisterwerk. Nahezu konkurrenzlos möchte man sagen.

Für die stimmungsvolle Akustik zeigt sich Steve Jablonsky verantwortlich, ein aufgezogener Spross des Hans Zimmer Media Ventures-Studios. Ein Orchester zur Seite gestellt, hat der Komponist einen melodisch überaus ansprechenden und stimmungsvollen Soundtrack kreiert, der mit zum Teil aufwändigen Arrangements entzückt. Der Soundtrack ist kurioserweise bereits letztes Jahr unter dem Label Colosseum Animated im hiesigen Handel erschienen und ist mit Sicherheit einen näheren Blick wert.

Atmosphärisch ist Steamboy in jeder Hinsicht herausragend, beweist Kreativität im spektakulären Design. Monumente aus Zahnrädern und Rohrkomplexen, Wolken aus Dampf wohin das Auge blickt, detaillierte und fantasievolle Vehikel sowie originalgetreue Bauten. Steamboy ist in jeder Hinsicht einen Augenweide und versetzt den Zuschauer wahrlich in das 19. Jahrhundert, dem Beginn der industriellen Revolution. Die Grundlage der Geschichte ist fantasievoll, erinnert durchaus an die Visionen Jules Vernes. Der Erzählstil selbst ist jedoch recht konventionell ausgefallen und sorgt beim Betrachter für wenige Überraschungen. Es wird der traditionelle Kampf zwischen Gut und Böse zelebriert. Großvater Lloyd auf der einen Seite, Rays Vater Eddie auf der anderen. Zwei Ideologien der Wissenschaft in Konfrontation miteinander, Pazifismus gegenüber der Anarchie des Wissens, der Macht der Gelehrten, benutzt von Menschen mit fragwürdigen Absichten. Und der unerfahrene junge Ray inmitten des Konflikts, dazu verdammt sich für eine Seite zu entscheiden. Doch Katsuhiro Otomo legt nicht der Schwerpunkt auf eine mehr oder weniger unterschwellige Gesellschaftskritik um einen uralten Menscheitskonflikt, er will unterhalten, mit epischen Szenerien. Die Geschichte dient den Bildern, nicht umgekehrt. Steamboy ist damit aber kein langweilig technokratischer Filmstreifen, sondern unterhaltsames Popcorn-Kino mit einer überwältigenden Bilderflut, die einem den Atem verschlägt. Wahnwitzige Verfolgungsjagden, zerstörerische Schlachten, zwischendurch der gute Ton von Moral und Ethik. Nicht aufdringlich, sondern im rechten Maß, entfernt von der Gefahr des Kitsch. Kleiner Schönheitsfehler im Film: Im Jahr 1866 fand auf dem blauen Planeten überhaupt keine Weltausstellung statt. Die Erwartungen eines zweiten Akira gezügelt, steht einer abendfüllenden Materialschlacht nichts mehr im Wege.

Die doch kostenintensive Sonderedition ist die Investition für Sammler und Liebhaber ausschweifender Packungen jeden Cent wert, hochwertig verarbeitet und reich bestückt. Wer nicht ganz so viel Geld ausgeben möchte, kann auch auf die abgespeckte DVD-Variante zurückgreifen, die "nur" die Film- und Bonus-DVD mitsichbringt.

Technische Basis für den Review
 
TV: Philips L9 Flatscreen 51cm
DVD-Player: JVC XV-N212S
Verstärker: 
Boxen: Creative Inspire GD580 5.1
Computer: AMD Athlon 1,4 GHz, Geforce2 GTS, Powerdvd 5.0, Sony DRU-710A, Miro Display 1795 F
 

24-07-2005

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