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Das wandelnde Schloss - Deluxe Edition

Cover
Originaltitel:  Hauru no ugoku shiro / Howl's Moving Castle
Wichtige Links

Verwandte Titel
Genre:  Abenteuer, Fantasy
Altersfreigabe:  FSK-6
Label:  UFA Anime
empf. VK:  24,99 €  [Bei Anime-Versand kaufen]
EAN-Nummer:  8-28767-27939-8
Spieldauer:  119 Minuten
Releasedatum:  02/2006
Bewertet durch:  Peter "Van Fanel" Winkelhane
Wertungsübersicht
 
Voting
Inhalt (der Film):
Bild:
Ton:
Untertitel:
Synchro:
Menüs:
Extras:
Verpackung:
 
Die DVD:
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Der Film:
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Technische Ausstattung der DVD
Bildformat:  16:9 (anamorph) Videostream:  6,24 MBit/s, PAL, 720 x 576
Tonformat:  Japanisch Dolby Digital 5.1
Deutsch Dolby Digital 5.1
Audiostream:  448 kBit/s
Untertitel:  Deutsch User-Prohibits:  ja (Labeltrailer)
Regioncode:  RC2 DVD-Typ:  DVD-9 (5931 MByte belegt)
 
Ausführliche Beschreibung

Covertext
Das Mädchen Sophie arbeitet als Hutmacherin im Geschäft ihres verstorbenen Vaters. Bei einem Besuch in der Stadt lernt sie zufällig den Zauberer Hauro kennen. Sie verliebt sich in ihn und wird daraufhin von einer eifersüchtigen Hexe mit einem Fluch belegt. Plötzlich muss sich Sophie im gebrechlichen Körper einer 90-jährigen zurechtfinden. Da sie sich für ihr neues Aussehen schämt, verlässt sie unerkannt ihre Heimatstadt und zieht in die Ferne. Sie findet Zuflucht in einem geheimnisvollen "wandernden Schloss", das dem Zauberer Hauro gehört und arbeitet dort als Putzfrau. Feuer-Teufel Calcifer, der das Haus bewacht, und Hauros kindlicher Assistent Markl werden bald ihre Freunde – nur Hauro schenkt ihr kaum Beachtung. Als er vom König berufen wird, sein Land zu retten, zögert Hauro zunächst. Aus Liebe zu Sophie und um sie zu beschützen übernimmt er schließlich doch Verantwortung. Sophies wachsende Liebe zu Hauro vermag schließlich ihren Fluch zu lösen, sie beide zu retten und die Welt vor Zerstörung zu bewahren.

Bild (5 Punkte)
Das Bild zeigt sich von seiner besten Seite. So sind durch das junge Produktionsalter keine Fremdpartikel jeglicher Art während der gesamten Spielzeit auszumachen. Die Kompression arbeitet schön sauber, so dass selbst in den schnellen Szenen Kompressionsartefakte höchstens mit einer Lupe zu finden sind und eine Blockbildung nicht vorhanden ist. Weiterhin kann der Film mit satten und kräftigen Farben aufwarten und verfügt über gute Kontrastwerte. Der Schärfewert reiht sich ebenso in die fehlerfreie Bildqualität ein und Unschärfen des Bildes tauchen ganz selten auf.

Ton (5 Punkte)
Beide Sprachfassungen liegen in Dolby Digital 5.1 vor. Die deutsche Tonfassung weiß von Anfang an zu überzeugen. Bei den Dialogen ist keine Centerlastigkeit festzustellen, sondern sie gelangen aus allen drei Frontboxen an das Ohr des Zuschauers. In einigen besonderen Szenen werden die Rearboxen verwendet, um deutlich zu machen, dass sich die entsprechende Person an einer anderen Stelle im Raum befindet. Die Effekte klingen schön aus allen Boxen, dabei dröhnt das Rattern der Lokomotiven bei ihrer Fahrt aus mehreren Boxen und die deutsche Tonfassung kann somit mit direktionalen Effekten aufweisen. Des Weiteren werden die Rearboxen vor allem eingesetzt, um den Klang der Musik abzurunden und um Hintergrundgeräusche darzustellen. Der Einsatz des Subwoofers kann auch überzeugen, so gibt er in den verwendeten Szenen sein Bestes, ohne negativ aufzufallen. Tonfehler wie Knacken oder Rauschen sind nie zu vernehmen und minimieren somit nicht den Genuss einer gut gelungenen Abmischung.
Wie das deutsche Pendant genießt die japanische Tonspur dieselben Vorzüge und gibt somit ebenso wenig Anlass zur Kritik.

Untertitel (4 Punkte)
Die Untertitel präsentieren sich in weißer Schrift mit schwarzer Outline. Ihr Timing ist jederzeit korrekt und die Lesbarkeit wird durch etwas schmale Untertitel nur minimal beeinträchtigt. Schön ist auch, dass die japanischen Schriftzeichen auf einer Extraspur übersetzt werden, dies ist zwar nur beim Titel des Filmes nötig, dennoch nicht zu vernachlässigen, weil dieses bei vielen anderen Serien nicht genutzt wird. Erfreulicherweise hat man auf den Einsatz von Dubitles verzichtet. Ansonsten bleibt nur noch zu sagen, dass sich die Untertitel fehlerfrei präsentieren.
Bei der Untertitelauswahl ist eine zweite Spur anwählbar, die aber keine Unterschiede zur ersten enthält.

Synchro (4 Punkte)
Die deutsche Sprachfassung kann überzeugen und ist gut gelungen. Es wurde neben Sprechern, die schon im Anime-Bereich Erfahrung gesammelt haben, ebenso auf unverbrauchte Sprecher zurückgegriffen. In der Rolle Hauros ist Robert Stadlober zu hören, ein österreichischer Nachwuchsschauspieler, der durch den Film Crazy bei einem größeren Publikum Bekanntheit erlangte. Seine Sprechleistung als Hauro ist ohne Fehl und Tadel und er schafft es Hauro mit großer Überzeugung zu sprechen und ihm Leben einzuhauchen, obwohl Hauro dadurch ein kleines bisschen zu freundlich klingt. Die Sprecherin von Sophie leistet ohne Zweifel auch hervorragende Arbeit, jedoch klingt sie in der Rolle der jungen Sophie zu alt. Für die junge Sophie hätte man vielleicht eine andere Sprecherin nehmen sollen, in der Rolle der alten Sophie passt Sunnyi Melles jedoch sehr gut. Die Sprecher/innen der anderen Hauptcharaktere wissen ihre Charaktere mit sehr viel Feingefühl zu sprechen und geben keinen Anlass zu Kritik. Neben der etwas unpassenden Besetzung für die junge Sophie, gibt es noch einen kleinen anderen Makel. Im Gegensatz zu der Romanvorlage hat man sich entschlossen den Namen "Howl" in der deutschen Synchronisation in "Hauro" umzubenennen ohne dass dafür ein besonderer Grund vorlag.

Im Gegensatz zur deutschen Sprachfassung ist die Sprecherin von Sophie im Original besser gewählt. Vor allem als junge Sophie kann sie gegenüber der deutschen Sprecherin klar punkten, als alte Sophie macht sie sich auch gut, klingt aber nicht so alt wie ihr deutsches Pendant. Die anderen Sprecher können mit ihrer Leistung ebenso überzeugen.

Welche Sprachversion besser zu gefallen weiß, liegt bei diesem Film im Auge des Betrachters.

Synchronstudio: Film- & Fernseh-Synchron GmbH [München]

Die Charaktere und ihre Synchronsprecher in alphabethischer Reihenfolge:

BettsyMarion Hartmann
CalciferGerald Schaale
HannaMarina Köhler
Hauro [Howl]Robert Stadlober
HexeBarbara Ratthey
KönigThomas Rauscher
LettieClaudia Lössl
Madame SulimanMaddalena Kerrh
MarklKevin Ianotta
NäherinMarieke Oeffinger
Sophie HatterSunnyi Melles

Menüs (4 Punkte)
Als einziges unüberspringbares Hindernis zum Hauptmenü auf beiden DVDs stellt sich der Labeltrailer von Universum entgegen. Copyrighthinweise, die sich sonst gerne auf den DVDs befinden, sind nicht vorhanden. Das Hauptmenü ist mit einer Animation des wandelnden Schlosses versehen, dass in verschiedenen Szenen auf dem Fernseher zu sehen ist. Begleitet wird die Animation von dem markanten Thema des Films im Drei-Viertel-Takt. Die Submenüs der Film-DVD präsentieren sich gegenüber dem Hauptmenü eher schlicht. Sie sind nicht animiert und eine Musikuntermalung ist ebenso nicht vorhanden, dennoch sind schöne Hintergrundbilder zu sehen. Die Bonus-DVD verfügt wieder über ein animiertes und mit Musik unterlegtes Menü. Auf beiden DVDs erfolgt der Wechsel der Menüs flott und ohne Probleme.

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Hauptmenü

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Kapitelauswahl

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Spracheinstellungen

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Bonusmaterial DVD 2

Extras (5 Punkte)
Auf der Bonus-DVD ist einiges an Bonusmaterial zu finden, insgesamt mit einer Laufzeit von 3 Stunden. Vorhanden sind:
  • Storyboards zum kompletten Film
  • Reportage zu den Computer Animationen
  • Interview mit Diana W. Jones (Autorin)
  • Interview mit Pete Docter (Director English Dub)
  • Hayao Miyazaki zu Besuch bei Pixar
  • TV Spots
Das Interview mit Pete Docter erscheint ohne die nicht vorhandene englische Sprachfassung etwas fehl am Platz. Die anderen Reportagen und Interviews sind jedoch sehr gelungen und liefern viel an Hintergrundwissen über die Produktion. Der Überraschungsbesuch vom Meister höchstpersönlich bei Pixar ist etwas komisch, besonders wenn man einmal den netten Herrn von Pixar die ganze Zeit näher beobachtet, der sich wie ein kleines Kind über den Besuch von Hayao Miyazaki freut. Extras zum in die Hand nehmen, gibt es auch, denn der Verpackung liegen einige Karten mit Motiven aus dem Film bei.

Verpackung (4 Punkte)
Die Deluxe Edition des wandelnden Schlosses erscheint in einem Digi-Pack, in dem sich die beiden DVDs in einem Schuber befinden. Auf dem Cover erscheinen der Titel und einige japanische Schriftzeichen als Relief. Als Covermotiv wurde Hauros wandelndes Schloss ausgewählt, das sich in der Dämmerung fortbewegt. Auf der Rückseite befinden sich die obligatorische Inhaltsangabe, die technischen Details sowie ein Teil der Besetzung und des Stabes und Informationen der beiden DVDs. Auf dem Schuber ist wieder ein Bild des wandelnden Schlosses in der Dämmerung zu sehen. Zu finden sind auf dem Schuber auch eine Kapiteleinteilung und ein paar Bilder aus dem Film. Die Verpackung ist zwar sehr schön gearbeitet, aber etwas zu düster ausgefallen. Dies wird dem Film nicht gerecht, denn er weist viele lustige und fröhliche Szenen auf.

Der Film (4 Punkte)
!!! W A R N U N G !!!
Der folgende Abschnitt kann Informationen enthalten, welche der Handlung des Filmes vorgreifen.
In einer Welt, die der Erde vor dem ersten Weltkrieg ähnelt, wo jedoch große Flugzeuge sowie viele andere kleinere Luftfahrzeuge den Himmel bevölkern und in der es noch mächtige Magier und Hexen gibt, lebt die Hutmacherin Sophie. Sie führt den Laden ihres verstorbenen Vaters weiter und fristet ein eher unauffälliges Leben. Eines Tages, sie ist gerade auf dem Weg ihrer Schwester einen Besuch abzustatten, trifft sie auf Hauro, einen mächtigen Magier, der in einem wandelnden Schloss lebt, und über den viele Gerüchte in Umlauf sind, rettet die arme Sophie aus einer für sie peinlichen Situation.

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Hauro hält Sophie fest, um sie vor seinen Verfolgern in Sicherheit zu bringen


Durch das Treffen mit Hauro und seinem bezaubernden Charme entspringt in Sophie der Sprößling der Liebe. Dies hat jedoch schlimme Folgen für sie, denn am selben Abend stattet die Hexe aus dem Niemandsland ihr einen Besuch ab und belegt sie mit einem Fluch. Die arme Sophie ist nun im Körper einer alten Frau gefangen. Darüber schämt sie sich so sehr, dass sie ihre Siebensachen packt und Reißaus nimmt, um Hauros Schloss zu suchen, getrieben von der Hoffnung, dass er sie befreien kann. Auf ihrer beschwerlichen Reise trifft sie auf die Vogelscheuche Rübe, welche ihr den Weg zum wandelnden Schloss weist.

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Am Ende ihrer Kräfte erblickt Sophie endlich Hauros wandelndes Schloss


Nach einer langen Odyssee erreicht Sophie das Schloss und trifft auf den kleinen Feuerdämon Calcifer, der ihr einen Pakt anbietet, welcher beide von ihrem Leid erlösen soll. Am nächsten Morgen trifft die Gute auf Hauros kleinen Helfer Markl, der ihr fortan zur Seite steht und sie schon bald wie Calcifer ins Herz geschlossen hat. Hauro hingegen zeigt sich noch völlig desinteressiert, jedoch muss er innerhalb kürzester Zeit eingestehen, dass Sophie eine Bereicherung ist. Durch ihren Aufenthalt in Hauros Schloss hat Sophie die Gelegenheit wunderschöne Orte zu besuchen, zu denen sie vorher nie Gelegenheit hatte, zu reisen. Doch ein immer dunkler werdender Schatten schwebt über ihr und ihren neuen Gefährten und nähert sich unaufhaltsam...

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Ein großer Wolf, oder welch grauenhaftes Geschöpf, vernichtet die Luftflotte des feindlichen Königreiches?

Bemerkungen
Das wandelnde Schloss ist eine Adaption des Kinderbuchs "Sophie im Schloss des Zauberes" von der britischen Schriftstellerin Diana Wynne Jones. Eine 1:1 Kopie des Buches ist Hayao Miyazakis neustes Werk jedoch nicht. So wurde die Geschichte abgewandelt und animationstechnisch sehr opulent in Szene gesetzt. Wie schon bei seinem letzten Meisterwerk Chihiros Reise ins Zauberland wartet Das wandelnde Schloss mit wunderschönen Zeichnungen und Animationen auf, deren Qualität gegenüber Chihiros Reise ins Zauberland noch gestiegen ist. Die Handlung kann da nicht immer mithalten, besonders gegen Ende des Filmes überschlagen sich fast die Ereignisse und die klare Linie, der zuvor gefolgt wurde, verliert sich zunehmend. Nichtsdestotrotz ist Das wandelnde Schloss ein bezaubernder und herzergreifender Film, aber das Niveau von Prinzessin Mononoke oder Chihiros Reise ins Zauberland kann dieser Film nicht ganz erreichen.

Die technische Umsetzung der DVD hingegen kann komplett überzeugen, obwohl es hier und da ein paar Ungereimtheiten gibt. Etwas unverständlich ist, wieso der Name von Howl aus dem Originalbuch nicht auch in der deutschen Sprachfassung beibehalten wurde. Dies ist aber nur ein kleines Detail, welches das Schauen des Filmes nicht nachhaltig beeinträchtigt. Gegenüber den Vorgängerreleases von UFA und UFA Anime, kann beim wandelnden Schloss diesmal das Bild überzeugen und aus gemachten Fehlern wurde gelernt, so dass sich ein optimales Bild präsentiert, dessen Qualität das Herz des Zuschauers fast in die Höhe springen lässt.

Fazit: Das wandelnde Schloss ist ein Muss für alle Ghibli-Liebhaber und ein wunderschöner Film, der das jüngere Publikum besonders in seinen Bann ziehen wird. Für Sammler ist die Deluxe Edition unbedingt empfehlenswert. Diese Version wird in einer schönen Verpackung, wie schon bei Nausicaä oder der Deluxe Edition von Kikis kleiner Lieferservice ausgeliefert und passt sich gut in das Bild der Ghibli DVD Edition ein. Außerdem sind bei dieser Version auf der zweiten DVD einige Extras zu finden.

Technische Basis für den Review
 
TV: Universum FT 81129
DVD-Player: Pioneer DV-380-S
Verstärker: Pioneer VSX-515-S
Boxen: Philipps Digital Surround System
Computer: AMD Sempron 2200+, ATI Radeon 9250, BenQ 19" TFT, Asus DVD(Power DVD Klon)
 

08-03-2006

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