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My-Hime Vol.4/6

Cover
Originaltitel:  My-Hime
Wichtige Links

Verwandte Titel
Genre:  Komödie, Drama
Altersfreigabe:  FSK-12
Label:  Beez Entertainment
empf. VK:  24,95 €  [Bei Anime-Versand kaufen]
EAN-Nummer:  3-760076-634673
Spieldauer:  100 Minuten
Releasedatum:  03/2007
Bewertet durch:  Benjamin "Katsuhisa" Thüring
Wertungsübersicht
 
Voting
Inhalt (der Film):
Bild:
Ton:
Untertitel:
Synchro:
Menüs:
Extras:
Verpackung:
 
Die DVD:
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Der Film:
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Technische Ausstattung der DVD
Bildformat:  4:3 Videostream:  6,78 MBit/s, PAL, 720 x 576
Tonformat:  Japanisch, Dolby Digital 2.0
Deutsch, Dolby Digital 2.0
Englisch, Dolby Digital 2.0
Französisch, Dolby Digital 2.0
Audiostream:  192 kBit/s
Untertitel:  Deutsch, Französisch
Englisch, Niederländisch
User-Prohibits:  ja (Copyright, Labeltrailer)
Regioncode:  RC2 DVD-Typ:  DVD-9 (8128 MByte belegt)
 
Ausführliche Beschreibung

Covertext
Das Leben zwischen ihren zahlreichen Nebenjobs am Tage und dem Superhelden-Dasein bei Nacht ist nicht einfach für Mai. Doch trotz ihres voll gepackten Terminkalenders schafft sie es dennoch, Natsuki bei ihren Nachforschungen über die geheimnisvolle Organisation "District One" zu unterstützen. Als sich die Ereignisse zuspitzen, sehen sich die Schülerinnen plötzlich mit einem Wesen konfrontiert, das allem Anschein nach ein echter Vampir ist. Für die Mädchen ist nun die Zeit gekommen, zusammenzuarbeiten und die Ursache dieser seltsamen Zwischenfälle aufzudecken...

Bild (4 Punkte)
Das junge Produktionsalter (2004) der Serie macht sich im digitalen Transfer bemerkbar. Die DVD offeriert höchste Sauberkeit, satte und homogen verlaufende Farbflächen sowie einen minimalen Rauschanteil. Gegen aufploppende Artefakte ist die Kompression gegenüber der ersten DVD anfälliger geworden, sobald die Szenen überdurchschnittlich animiert sind, treten unschöne Verpixelungen auf. Bis auf einige wenige Einstellungen bietet sich ein kontinuierlich knackiger Schärfegrad an. Größere Probleme zeigen sich vorwiegend an den Konturen der Figuren, die über die gesamte Spielzeit regelmäßig unter dem "Sägezahneffekt" leiden und entsprechend kantig wirken.

Ton (3 Punkte)
Die deutsche Vertonung wirkt in den Dialogsequenzen seltsam flach und schwachbrüstig, wobei es noch einmal innerhalb der Synchronisation zu differenzieren gilt. Sprachaufnahmen wie die von Dirk Meyer klingen im Vergleich mit denen seiner Kollegen und Kolleginnen entrückt, als hätte man den Akteuer aus dem hinteren Eck des Aufnahmeraumes seinen Text zitieren lassen. Insbesondere im direkten Zusammenspiel mit dem Soundtrack tritt die allgemeine Kraftlosigkeit des Tons deutlich zu Tage. Abgesehen von dieser akustischen Unstimmigkeit ist die Qualität anstandlos, auffällige Störungen (Rauschen, Aussetzer, etc.) konnten nicht entdeckt werden. Auf räumliche Spielereien oder eine ausufernde Belastung des Heimkino-Equipments verzichtet My-HiME trotz stimmiger Musik und reichlich Action. Alle verfügbaren Sprachfassungen wurden nur im normalen Stereo-Format erstellt, einen nachträglichen Upmix durchlief die deutsche Tonspur ebenso wenig.

Untertitel (4 Punkte)
Die sprachliche Vielfalt der Tonformate beeinflusst gleichzeitig den Umfang der Untertitel. Bis auf die niederländische Fassung besitzen die integrierten Sprachen zwei Schriftspuren, die für das japanische Original konzipiert lückenlos übersetzen, oder nur die Dialog unabhängigen Schriften klären. Letztere Option, die Label-übergreifend immer angeboten werden sollte, ist in erster Linie von Bedeutung, wenn die Serie in der eigenen Muttersprache erlebt wird. Allerdings vermisst man eine lückenlose Erhellung, ebenso auf eine Übersetzung des Openings und Endings wurde irritierenderweise ab Volume 2 ausgepart. Und das obwohl die erste DVD dieses Feature bereits beinhaltet und eine Übertragung leichtes Spiel gewesen wäre. Abgesehen von diesem kleinen geleisteten Fehltritt weisen die vom deutschen Dub relativ autarken Untertitel ein sauberes Timing auf und sind durch die dicke, weiße Schrift inklusive schwarzer Outline deutlich lesbar.

Synchro (3 Punkte)
Konnte bereits die erste DVD bezüglich der deutschen Sprachspur keineswegs überzeugen, enttäuscht die Produktion auch weiterhin. Anime auf DVD ist nun nach unserer Auffassung nicht gerade dafür bekannt, pedantisch nach den winzigsten Fehlern und Unstimmigkeiten zu fahnden und sie mit rücksichtsloser Genugtuung hemmungslos abzustrafen. "Irren ist menschlich", erinnert uns eine altbekannte Weisheit, und es ist auch allgemein bekannt, dass der deutsche Anime-Konsummarkt trotz des Aufschwungs der letzten Jahre verhältnismäßig überschaubar ist. Dafür aber umso heftiger umkämpft. Trotzdem, oder gerade vielleicht deswegen mit Hinblick auf den letzten Punkt, rechtfertigen die aktuellen Umstände in keinster Weise eine derart lieblose Konvertierung, wie sie mit My-Hime vorliegt. Gängige Marktstandards werden hier ebenso unterminiert, wie die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden nach qualitativer Wertarbeit ignoriert werden.

Selbstverständlich kann das vorliegende Produkt mit positiven Aspekten trumpfen, allerdings in marginaler Form. Diverse Sprecher/innen verfügen über reichlich Erfahrung und gelten im Allgemeinen als versierte Vertreter ihres Fachs. Doch welchen Nutzen kann eine Synchronisation davontragen, wenn nur ein Bruchteil davon effektiv und sinnvoll eingesetzt wird. Darüber hinaus engagierte Circle of Arts allem Anschein nach eine Reihe zweitklassiger Laiensprecher, die trotz aller Bemühungen, die sich ansatzweise herausfiltern lassen, ihre zugewiesenen Rollen kaum mit Leben füllen können. Unter dieser Fehlleistung seitens der Regie leidet jegliche Authentizität, die intendierte Atmosphäre wird leichtfertig zerstört. In dieser Hinsicht wird die deutsche Riege nur noch von den englischen Kollegen abgehängt, die einen Totalausfall darstellen. Weitere Mängel treiben im Bereich der Namensaussprache und -gebung an die Oberfläche. Ersteres zeigt eine variantenreiche Inkonsequenz, jeder Sprecher konnte beinahe nach eigenem Ermessen die Aussprache frei wählen. Nebenbei wurde der Nachname "Tokiha" streckenweise in "Tohika" umgetauft, ohne dass es die Verantwortlichen korrigierten. Diese Fehler sind für gewöhnlich moderat abzukanzeln, aber hier unterstreichen sie zusätzlich den "Last-Minute-Charakter". Viel dramatischer als diese verzeihbaren Detailfehler ist die offensichtlich kopflose und kurzsichtige Besetzung von Akira, die eindrucksvoll demonstriert, wie wenig im Vorfeld recherchiert wurde. Mit der Zuweisung einer markanten Jungenstimme für Takumis Zimmergenosse, hat sich das Studio in eine Sackgasse manövriert. Und wie es scheint, hat Circle of Arts jeden Mut verloren, den begangenen Fehler auszumerzen und lässt den verwirrten Zuschauer einsam im Stich. Daneben hat man es fertiggebracht, dem schüchternen "Engel" Alyssa eine Stimme zu verpassen, die dem Alter des kleinen Mädchens um mindestens zehn Jahre voraus ist und nicht einmal mit Wohlwollen als passabel erscheint.

Das japanische Original agiert dagegen weitaus souveräner und spielt die zahlreich versammelten Kollegen auf dieser DVD mit erschreckender Leichtigkeit an die Wand. Das emotionale Schauspiel überzeugt zu jeder Zeit, in jeder Situation und jeglicher Hinsicht. Aus diesem Grund erfolgt auch ein Resümee, das an dieser Stelle (Gott sei Dank) selten genug zu lesen ist: Gebt den japanischen Seiyuus den Vorzug. Dann bleibt man vom man fabrizierten Murks der westlichen Nationen verschont und erlebt die Bandbreite an Gefühlsausbrüchen in vollen Zügen.

Synchronstudio: Circle of Arts

Die Charaktere und ihre Synchronsprecher in alphabethischer Reihenfolge:

Akane HigurashiDenise Strey
Akira OkuzakiTim Schwarzmaier
Alyssa SearsAnke Kortemeier
Aoi SenouAndrea Wick
Chie HaradaBeate Pfeiffer
Fumi HimenoAdela Florow
Haruka SuzushiroKathrin Gaube
Joseph GlearMichael Vogtmann
Kaiji SakomizuThomas Albus
Kazuya KurauchiLion Sokar
Mai TokihaLeoni [Kristin] Oeffinger
Mashiro KazahanaShandra Schadt
Midori SugiuraLisa Sokar
Mikoto MinagiSabine Bohlmann
MiyuMelanie Manstein
Nagi HomuraPatrick Schröder
Nao YuukiFarina Brock
Natsuki KugaKatharina Schwarzmaier
Reito KanzakiClaus - Peter Damitz
Shiho MunakataGabrielle Pietermann
Shizuru FujinoMarieke Oeffinger
Takumi TokihaChristian Heiner Wolf
Watari IshigamiKai Taschner
Yaoi OotaMelina Borcherding
Youko SagisawaSonja Reichelt
Yukariko SanadaMartina Duncker
Yukino KikukawaJacqueline Belle
Yuuichi TateDirk Meyer

Menüs (4 Punkte)
Nach Ablauf des bienigen Labeltrailers folgt die Festlegung der bevorzugten Menüsprache. Ab da an vergehen mit dem obligatorischen Urheberrechtshinweis und einer Einleitungssquenz knapp 20 Sekunden, bis endlich an die Menüs Hand angelegt werden darf. Summa sumarum dauert der Gesamtvorgang über eine halbe Minute an, und ungeduldige Naturen vermissen schnell die Möglichkeit zum raschen Überspringen. Beim wiederholten Einlegen wird das Ritual mit der Zeit eine wahre Geduldsprobe. Abgesehen von der beschnittenen Freiheit liefert Beez Entertainment eine hübsch designte Menüoberfläche mit kunterbunten Motiven. Im Hauptmenü rieseln zart-rosane Blätter elegant über die Bildfläche, eine an Alyssa angepasste Animation leitet in die Unterkategorien über und im Hintergrund begleiten Yuki Kajiuras Melodien die reibungslose Navigation.

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Hauptmenü

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Kapitel

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Sprachen

Extras (3 Punkte)
  • Mini-Episoden
  • Produktionseinstellungen
  • Blank Opening und Ending
Neben zahlreichen Produktionsskizzen von den Handlungsträgern und -schauplätzen wurden vier Mini-Episoden in den Bonusbereich gepresst. Kaum die Laufzeit von von knapp einer Minute überschreitend, gehen die Kurztakes keiner erwähnenswerten Handlung nach und verstehen sich zweifelsohne als kleines Fanservice-Geschenk. Leider ohne Übersetzung der zugehörigen Schriften. Obligatorisch für jede Anime-DVD-Erscheinung: das von störenden Credits bereinigte Intro und Outro. Im Menü kann über die im Bild links positionierte Blume eine versteckte Sequenz aktivieren. Sinn und Zweck dieses versteckten Features bleibt allerdings schleierhaft. Hierbei handelt es sich um eine äußerst prägnante ca. 2-minütige Szene aus der 16. Episode, ein gewöhnlicher Teil des normalen Handlungsfadens. Neulinge sollten daher unbedingt auf den mit hohem Frustpotential versehenen Aufruf verzichten.

Verpackung (2 Punkte)
Die dezent anmutige Front wirkt mit dem üppigen Einsatz kalter Blautöne sehr viel reservierter als die bisher quietschbunten Covermotive. Wie üblich lockt die Rückseite mit zahlreichen optischen Impressionen, einer knappen Zusammenfassung der Geschehnisse und den technischen Aspekten. Im Innenraum bleibt die Lage unverändert und folgt dem seit Volume 2 eingeleiteten Trend: Kein Booklet, kein Ersatz, nur das unendliche Weiß der Amarayverpackung.

Der Film (4 Punkte)
!!! W A R N U N G !!!
Der folgende Abschnitt kann Informationen enthalten, welche der Handlung des Filmes vorgreifen.
Episode 13: Nacht der Tamayura

Nach dem glimpflich verlaufenen Konflikt zwischen den HiME und dem enttarnten Android Miyu, intensiviert Natsuki ihre Nachforschungen über die geheimnisvolle Organisation, die im Hintergrund unerkannt die Fäden zieht und deren Ziele noch immer konturlos erscheinen. Ein Informant führt sie dabei zielsicher auf eine vielversprechende Spur, die direkt in die örtliche Nervenheilanstalt führt, deren Patientenkartei den wohl bekannten Namen einer gefallenen HiME ausweist: Akane Higurashi. Abseits düsterer Entwicklungen kämpft Mai mit ihren konfusen Gefühlen, die zwischen ihrem Eigenwohl und der Fürsorge um ihren geliebten Bruder pendeln. Als Reito sie zum romantischen Tamayu-Fest ausführt und ihr eindeutige Avancen unterbreitet, wird die Situation sichtlich komplizierter, nachdem Tate in einem Moment des Zufalls seinem Unmut Luft verschafft. Doch nicht nur Gefühlsirritationen belasten die unbeschwerte Atmosphäre. Ein gewaltiger Energiestrahl, der aus dem All auf die Erde herabsaust und die einzige Verbindung zwischen dem Festland und der Fuuka-Akademie zerstört, leitet die nächste heiße Schlacht-Phase ein...

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Episode 14: Akademie im Visier

Auf dem Gelände der Fuka-Akademie herrscht der militärische Ausnahmezustand. Kaum ist die Brücke durch ein gleißendes Licht pulverisiert und alle offiziellen Kommunikationskanäle unterbrochen, rollt die Privatarmee der Searss-Organisation mit einer Panzerdivision heran und umstellt das weitläufige Areal. Die Order ist unmissverständlich: Alle bekannten HiME lokalisieren und arrestieren sowie weitere unbekannte per DNA-Analyse ermitteln. Mit den Kräften der HiME will Alyssa, der kleine goldene Engel voller eisiger Kaltblütigkeit, das mystische Tor nach Valhalla aufstoßen. Um der wachsenden Bedrohung Einhalt zu gebieten, versammelt Fuka-Leiterin Mashiro die HiME in ihrer unterirdischen Obsidian-Höhle, der verbliebenen Bastion im Kampf gegen die Besatzer. Der Gegenschlag muss schnell erfolgen, denn bereits in wenigen Stunden überfliegt der Waffensatellit Eclipse die Akademie ein zweites Mal. Denn obwohl ein kleines Kind, kennt die Furie Alyssa keine Hemmungen, den mächtigen Laser erneut abzufeuern...

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Episode 15: High School Girl - Durch die Galaxies

Unaufhaltsam und scheinbar unerreichbar kreist Eclipse 1 auf seiner erdnahen Umlaufbahn und wird schon bald die Schüler der Fuka-Akademie ins tödliche Visier nehmen. Um eine menschliche Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes zu verhindern, bittet Mashiro die versammelten HiME, die aufmarschierte Armee anzugreifen, damit die eingeleitete Evakuierung alle Zivilisten in Sicherheit bringt. Wie das unheilvolle Damoklesschwert schwebt der blonde Racheengel Alyssa über ihren Köpfen und holt schneller als erwartet zum vernichtenden Schlag aus. Ein gleißender Lichtblitz droht die Akademie samt der noch fliehenden Bewohner dem Erdboden gleichzumachen, als Mai mit todesmutiger Entschlossenheit in die Schussbahn des gigantischen Energiestrahls gleitet und zusammen mit Kagutsuchi in einer grellen Explosion untergeht...

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Episode 16: Parade

Die Sears-Foundation wurde erfolgreich in ihre Schranken gewiesen, mit dem nächsten Komplott ist erst in 300 Jahren zu rechnen. Eine weit entfernter Punkt auf dem kosmischen Zeitsrahl, und für die HiME geradezu belanglos. In der ungewohnten Ruhe heckt Midori als selbsternannte Gerechtigkeitshüterin einen heroischen Gedanken aus. Sie gründet kurzerhand eine schlagkräftige Anti-Orphan-Einsatztruppe, die in Zukunft blitzschnell übernatürliche Angriffe abwehren soll. Um die beinahe historische Gründung angemessen zu feiern, schleift sie ihre rekrutierten HiME-Freundinnen in die örtliche Karaokebar, wo alle vergangenen Strapazen wie unnötiger Ballast von der Seele abfallen. Ende gut, alles gut? Wohl kaum! Wie Nagi seinen Schützlingen unverblümt eröffnet, war der Kampf gegen die Orphans nur ein Vorlauf für eine wesentlich bedeutendere Sache. In dieser Nacht wird sich alles ändern. Nicht mehr mit den Orphans werden sich die HiME duellieren, sondern untereinander. Aus Freunden werden urplötzlich Feinde wider Willen...

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Bemerkungen
Gefangen zwischen Epik und Unglaubwürdigkeit

Kein Zweifel, mit der Schließung des vordergründig monumentalen Searss-Subplots erreicht My-HiME den vorläufigen Höhepunkt, in für Serien-Verhältnisse gigantisch animierten Bildern und wahrhaft bewegenden Szenen. Und gerade hier zeichnen sich die Schwächen des Erzähldesigns ab, das ein durchdachtes Konzept missen lässt. Die Verantwortlichen nutzen einerseits die turbulenten Geschehnisse sinnvoll, um einigen Hauptcharakteren tiefere Persönlichkeitszüge zu verleihen, indem sie typisch menschliche Konflikte auflodern lassen, die dem Teenager-Alter angemessen erscheinen. Glühende Eifersucht und komplizierte Liebeskonstellationen, reifendes Verantwortungsbewusstsein und steigender Beschützerinstinkt. Mai wird bewusst, dass die eigenen Kräfte mehr sind als nur ein Fluch, sondern dass sie eine machtvolle Waffe zum Schutze ihres Bruders und ihrer Freunde besitzt. Nämlich gegen eine Bedrohung durch eine uralte Geheimorganisation, die seit vielen Jahrhunderten schon ihre Pläne schmiedet und zielstrebig verfolgt. Allerdings verschwand der verheißungsvolle Subplot ebenso schnell wie er auftauchte. Hier rächt sich bitter die vormals mit irrelevanten Alltagshandlungen verschwendete Spielzeit. Möglicherweise ist es aber auch ein Indiz für die konfuse Planung des Projekts. Die Handhabung des perfiden Komplotts der Sears-Foundation gibt Grund zur Annahme, dass dieser Seitenstrang kurzfristig eingespannt wurde, weil die Skriptschreiber bisher kein sinnvolles Mittel für die Weiterführung der Hauptgeschichte fanden oder einfach nur eine spontane Idee unbedingt einbauen wollten. Diese allgemeine Hektik lässt die Gemütswandlung von Alyssa auch unglaubwürdig erscheinen. In einem Moment kennt sie keinerlei Gnade bei der Durchsetzung ihrer Pläne und ist bereit, kaltblütig das Leben unschuldiger Zivilisten ihrer selbstgerechten Weltanschauung zu unterwerfen. Wenige Augenblicke später soll der Zuschauer ausgerechnet Mitleid mit der kindlichen Furie haben, sie als unschuldiges Opfer eines herrschsüchtigen Geheimbundes, als zuckersüßen Engel wahrnehmen und ihr alle Sünden verzeihen. Eine solch diffizile Entwicklung ist denkbar, benötigt jedoch Zeit zur Entwicklung. Fünf Minuten reichen dafür sicherlich nicht aus und hinterlassen einen opportunistischen Beigeschmack. Dieses fehlende Fingerspitzengefühl für emotional komplexe Momente offenbart ebenfalls der Übergang von Episode 15 zu Episode 16, der das bis dato tragischste und kraftvollste Ereignis der Serie in plumpen Klamauk wie eine Seifenblase zerplatzen lässt und in der Art der Durchführung äußerst dilettantisch wirkt. My-HiME ist ein atmosphärisch zweischneidiges Schwert, das einfach nicht die richtige Balance findet. Viel Potential wurde bisher genutzt, noch mehr aber verschwendet. Vielleicht finden die Macher im nun folgenden, spannungsgeladenen Finale endlich den richtigen Rhythmus. Großes Interesse weckt auch die ihren überfälligen Wendepunkt erreichte Beziehung zwischen Akira und Takumi. Die deutsche Fassung allerdings leidet spätestens hier enorm unter der unkorrigierten Besetzung des jungen Ninja, die die geschlechtliche Herkunft akustisch verzerrt und das wachsende amouröse Verhältnis zu Takumi ad absurdum führt.

Wir danken AL!VE AG für die Bereitstellung eines Reviewexemplars.

Technische Basis für den Review
 
TV: Philips L9 Flatscreen 51cm
DVD-Player: JVC XV-N212S
Verstärker: 
Boxen: Creative Inspire GD580 5.1
Computer: Fujitsu Siemens Amilo M6453G (14,4" - 1,83 Ghz - ATI X600 - 1024 MB Ram), PowerDVD 6, Fujistu Siemens P19-2
 

06-05-2007

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