Fullmetal Alchemist Vol.12/12
Technische Ausstattung der DVD
| Bildformat: |
4:3 |
|
Videostream: |
6,12 MBit/s, PAL, 720 x 576 |
| Tonformat: |
Japanisch, Dolby Digital 2.0
Deutsch, Dolby Digital 5.1
Deutsch, Dolby Digital 2.0 |
|
Audiostream: |
192 (2.0) / 384 (5.1) kBit/s |
| Untertitel: |
Deutsch |
|
User-Prohibits: |
ja (Copyright, Labeltrailer) |
| Regioncode: |
RC2 |
|
DVD-Typ: |
DVD-9 (7719 MByte belegt) |
| |
Ausführliche Beschreibung
Covertext
Durch ihre Ähnlichkeit mit der Mutter der Elric-Brüder bringt Sloth Al dazu, ihr zu folgen. Doch glücklicherweise erscheint Edward im richtigen Moment, um den Homunkulus aufzuhalten, und er hat einen unerwarteten Verbündeten an seiner Seite: Lust! Um wieder ein Mensch zu werden, ist sie sogar bereit, eine Allianz mit ihrem früherem Feind, dem Fullmetal Alchemist zu bilden! Unterdessen reißen die Verschwörungen und doppelten Spiele innerhalb der Armee nicht ab: Im Norden kämpfen rebellierende Soldaten unter dem Kommando eines falschen Roy Mustang, während der echte gemeinsam mit Riza in Central City einen Vorstoß gegen den Generalfeldmarschall wagt. Doch vor diesem letzten Kampf hat er noch ein kurzes Gespräch mit Ed: Wird dies die letzte Begegnung der beiden Alchemisten sein?
Bild (5 Punkte)
Die Qualität des Bildes ist nahezu optimal ausgefallen und weist lediglich einige kleinere Schwächen auf. Zu nennen wäre da die Kompression. Sie ist insgesamt gut ausgefallen und lässt selbst in rasanten Szenen nahezu kein Artefakt aufblitzen. Das geübte Auge wird dennoch gelegentlich Artefakte in schnellen Szenen bemerken. Die Farben sind kräftig sowie gesättigt und tragen somit zu einem guten Sehvergnügen bei. Auch der Kontrast und die Bildschärfe können vollends überzeugen und somit sichert sich das Bild die Höchstpunktzahl.
Ton (5 Punkte)
Drei Tonspuren sind bei Fullmetal Alchemist vorhanden. Im Detail sind das eine deutsche Tonspur in Dolby Digital 5.1 Format, eine weitere in Dolby Digital 2.0 sowie die japanische Tonspur, ebenfalls in Dolby Digital 2.0. Trotz der eingeschränkten Möglichkeiten fallen die beiden Dolby Digital 2.0 Spuren recht ordentlich und dynamisch aus. Im Gegensatz zu den beiden genannten Spuren erwartet den Zuschauer bei der deutschen Dolby Digital 5.1 Version ein besseres und vor allem räumlicheres Klangbild. Zusätzlich ist die Dialogabmischung besser ausgefallen, so dass die Stimmen der Sprecher, die nicht im Bild auftauchen, aus den entsprechenden Boxen, die für diese Lokalitäten verantwortlich sind, ertönen.
Untertitel (3 Punkte)
Panini Video weicht bei Fullmetal Alchemist nicht vom bekannten Erscheinungsbild ab und so sind die Untertitel in weißer Schrift mit einer schwarzen Outline auf der DVD vorhanden. Insgesamt befinden sich zwei Spuren auf der DVD, die eine untertitelt japanische Schriftzeichen sowie die Episodentitel, die andere blendet zusätzlich das Untertitelskript ein. Timing und der Lesbarkeit sind zu vollster Zufriedenheit umgesetzt worden. Einziges Manko bei den sehr gut ausgefallenen Untertiteln ist das Fehlen einer Untertitelung der Songs.
Die Untertitel des Interviews beim Bonusmaterial sind diesmal wie die Untertitel in der Serie in weißer Schrift mit schwarzer Outline gehalten.
Synchro (4 Punkte)
Nach der kleinen Abweichung bei
Naruto beauftragte
Panini Video wieder ihr Stammstudio G&G. Das Studio setzte bei den Hauptsprechern sowohl auf Sprecher aus dem Berliner sowie Kölner Raum. Die beiden Brüder Al und Ed werden von Wanja Gerick und David Turba gesprochen. Beide sind im Anime-Genre bekannt, dürften aber mit ihren Rollen bei
Fullmetal Alchemist noch bekannter werden. Die Besetzung der beiden Sprecher für die zwei Brüder war besonders kritisch beäugt worden, doch beim Schauen muss jeder unweigerlich feststellen, dass die getroffene Auswahl die richtige gewesen ist und beide in ihrer Rolle aufblühen. David Turba gelingt es sehr gut das leicht reizbare Temperament von Ed zu inszenieren, während Wanja Gerick den schüchternen und jüngeren Bruder gut herüberbringt. Die Stimmlage der deutschen Sprecher ist im Gegensatz zu den japanischen Pendants etwas tiefer, aber dies liegt daran, dass im Original zwei weibliche Seiyuus die Brüder sprechen. Mit Erich Räuker als King Bradley, David Nathan als eloquenter Oberst Mustang und Vorgesetzter von Ed, Simon Roden als Frohnatur Hughes sowie Stefan Schleberger als finsterer Antiheld Scar sind alle Charaktere des erweitern Casts der Hauptfiguren dieser Serie gut besetzt. Dabei ist Julien Haggege als Envy am Anfang kurz etwas gewöhnungsbedürftig, denn vom Aussehen her, ist Envy doch sehr weiblich. Davon mal abgesehen passt Julien Haggege aber stimmlich und gibt auch sonst keinen Anlass zur Kritik. Im weiteren Verlauf stößt auch Detlef Bierstedt als faustschmetternder Armstrong dem Cast hinzu und fügt sich nahtlos in die Serie ein. Aber auch die anderen nicht erwähnten Sprecher der weiteren Figuren sind gut ausgewählt und fügen sich gut in das Gesamtbild ein. Vor allem weil neben den vielen leider eher unbekannten Kölner Sprechern auch immer wieder bekannte Berliner Sprecher wie Magdalena Turba oder Nico Sablik zum Einsatz kommen. Einige Doppelbesetzungen bei Personen, die nicht groß zur Handlung beitragen, sind zwar immer wieder zu beobachten. Doch die Mischung bei den wichtigen Personen ist überaus gut gelungen und sorgt für die richtige Abwechslung, zudem dort auch Doppelbesetzungen untereinander größtenteils vermieden worden sind. Dies zeigt sich auch bei der Besetzung von Izumi, dem Sensei von Ed und Al, die mit Kordula Leiße sehr passend besetzt wurde und durch ihre temperamentvolle Interpretation wunderbar unterhält. Mit dieser DVD wird die letzte wichtige Rolle eingeführt, die von Hohenheim des Lichts, des Vaters der beiden Elric-Brüder. Gesprochen wird er vom relativ unbekanntem Olaf Reitz, der aber stimmlich gut passt und in seiner Rolle auch überzeugen kann.
Synchronstudio: G&G Tonstudios [Kaarst]
Die Charaktere und ihre Synchronsprecher in alphabethischer Reihenfolge:
Menüs (4 Punkte)
Extras (2 Punkte)
- Crazy Metal
- Videogamel Trailer
- Original Abspann 4
- Settei (Bildergalerie)
Begleitend auf allen DVD ist die Rubrik Crazy Metal vorhanden. Dahinter verbergen sich lustige Gespräche zwischen den Beteiligten, die zur Vorschau auf die nächste Episode ablaufen. Dieses Extra liegt nur im Original mit deutschen Untertiteln vor. Auf der letzten DVD ist kein Interview mehr zu finden. Stattdessen warten auf den Käufer ein Trailer des Videospiels, erschienen bei Square Enix aber nicht in Deutschland, eine großzügige Bildergalerie und abschließend der letzte Abspann wieder mit deutschen Untertiteln.
Verpackung (3 Punkte)
Das Cover der letzten DVD zieren Ed und Armstrong, zwei Mitglieder des Militärs, die für Loyalität und Pflichtbewusstsein stehen. Auf der Rückseite geben mehrere Screenshots und der Covertext Aufschluss auf den Inhalt und die technischen Details über die Umsetzung. Im Innern der Hülle befindet sich ein ausführliches Booklet, in dem die Episodenbeschreibungen sowie Charakterbeschreibungen der wichtigsten Personen zu finden sind. Abgerundet wird dies von einigen Artworks, bevor der Autor der Serie Sho Aikawa mit einen Kommentar das Booklet abschließt.
Der Film (5 Punkte)
!!! W A R N U N G !!!
Der folgende Abschnitt kann Informationen enthalten, welche der Handlung des Filmes vorgreifen.
Episode 47: Das Homunkulus-Siegel
Sloth hat Al aufgespürt und versucht ihn zu Dante zu bringen, doch Ed kann sich ihr gerade noch in den Weg stellen. Was er aber nicht ahnen kann ist, dass Al Sloth freiwillig begleitet, denn er erkennt ihn ihr seine verstorbene Mutter wieder. Dies bringt Ed in einige Schwierigkeiten, denn so kann er Sloth nicht in seinem vorbereiteten Transmutationskreis bannen. Zudem trifft mit Wrath ein zusätzlicher Gegner ein, der Sloth die Fluch ermöglicht...


Sloth sieht sich starken Gegner gegenüber, wobei auch einige ehemals Verbündete waren
Episode 48: Sayonara
Envy hat Al entführt und zu "jener" Person gebracht, Ed wird aber von Wrath aufgehalten und kann die Verfolgung nicht aufmachen bis Izumi eingreift, doch zu spät. Es gibt nur einen Anhaltspunkt für die Suche: Generalfeldmarschall Bradley, der einzige Homunkulus, dessen Aufenthaltsort bekannt ist. Also brechen die beiden nach Central City auf, wohin sich auch die beiden Tringum-Brüder begeben haben und sofort die Armee auf sich aufmerksam machen, da sich Flechter als Edward Elric ausgegeben hat. Eine ganz gefährliche Lage, in die er sich und seinen Bruder gebracht hat...


Wrath kann nicht glauben, dass seine Verbindung zu Sloth getrennt wurde,
wohingegen Archer ganz zu einer Maschine verkommen ist
Episode 49: Auf dem Weg zur anderen Seite des Tores
Mit Hilfe der Aufzeichnungen von Flechters und Russels Vater gelingt es Ed das geheime Lager der Homunkuli zu finden. In einem alten Tempel findet er die Ruinen einer alten Kultur und eine verlassene Stadt. Ihm wird sofort klar, was es damit auf sich hat, doch lange warten kann er nicht, denn sein Bruder schwebt in höchster Gefahr. Im Theater der alten Stadt trifft er auf Rose und Lyra, doch ist sie es wirklich? Das Geheimnis um "jene" Person kommt ans Licht, nur befindet sich Ed auf einmal an einem fremden Ort...


Entschlossen macht sich Ed auf dem Weg in das Lager der Feinde,
einen Trip in eine andere Welt hat er nicht einkalkuliert
Episode 50: Tod
Ed hat den Meister der Homunkuli aufgespürt, in deren Obhut sich auch Rose und ihr Baby befinden. Als Ed zum Angriff ansetzen will, öffnet Dante durch Rose Baby das Tor zur anderen Seite und lässt Ed dadurch verschwinden. Aber Ed ist nicht Tod, sondern landet im London des frühen 20. Jahrhunderts während eines Zeppelinangriffs. Verwundert muss er feststellen, dass sein Körper nicht nur wiederhergestellt ist, sondern sich auch Hohenheim an diesem Ort befindet. Auf der anderen Seite des Tores ist Al nun auf sich allein gestellt und soll von Gluttony verspeist werden...


Der Kampf der Armee gegen die Abtrünnigen wird immer hitziger
Episode 51: München 1921
Gerade noch rechtzeitig hat Ed es wieder geschafft auf die andere Seite des Tores zu gelangen, um seinem Bruder zu helfen. Derweil geht der Aufstand, der von Mustang und Armstrong organisiert wurde in die letzte Phase. Ein feuriges Gefecht zwischen Mustang und Bradley stellt den Höhepunkt dieser Auseinandersetzung dar. Auch in der alten Stadt geht es heiß er und ein letztes Mal klatschen Ed und Al in die Hände, um zu einer Transmutation anzusetzen...


Mustang und Al sind im Besitz wichtiger Schlüsselgegenstände
und werden nicht zögern sie gegen die Homunkuli einzusetzen
Bemerkungen
Mit der 12. und letzten DVD der Serie geht die lange und beschwerliche Suche und Reise für die beiden Elric-Brüder zu Ende. Dennoch bleibt noch Raum für ein weiteres Kapitel der Abenteuer der beiden Brüder. Die 51 Folgen der Serie wussten mit sehr vielen Elementen zu unterhalten und Langweile kam eigentlich nie auf, denn für kleine Auflockerungen war immer mal Platz, wobei diese größtenteils auf Eds Größe und die Verwechslung des Fullmetal Alchemists mit seinem Bruder aufgrund seiner Erscheinung gewachsen sind. Aber neben den vielen heiteren Passagen, wurde nie die Tragödie vergessen, die die beiden Brüder erst den Stein der Weisen suchen ließen.
Einige Folgen waren sehr dramatisch und haben dem Zuschauer bestimmt den Atem stocken lassen, weil Themen behandelt wurden, die normalerweise recht selten in einer Serie verarbeitet werden. Und gerade dies war eine der Stärken von Fullmetal Alchemist. Besonders die Vergangenheit der Personen wirkte immer eindringlich und vergrößerte die Dramatik enorm.
Die abschließenden Folgen verlaufen daher auch im ähnlichen Stil wie zuvor, haben aber weniger Raum für neue Ereignisse, denn sie nehmen alle losen Fäden auf und verknüpfen es zu einem dramatischen Ende. Nach der letzten Folgen sind nahezu alle wichtigen Fragen beantwortet, doch die beiden Brüder stehen nun vor dem Beginn einiger neuer Abenteuer. Da das Ende somit noch nicht ganz abgeschlossen ist, könnte es den einen oder anderen enttäuschen. Auf der anderen Seite gibt es somit aber noch ein Wiedersehen mit den beiden Brüdern im Film "Der Eroberer von Shamballa".
Die vorhandenen Folgen liefern ein Wiedersehen mit den beiden Tringum Brüdern, die auch noch Anteil am Ende haben. Auch das Geheimnis einer mysteriösen Stadt unter Central City und die Ursprünge des ersten Steins der Weisen werden gelüftet und tragen sehr zur düsteren Atmosphäre in den letzten Folgen bei. Interessant ist auch die Vorstellung der Welt, die hinter dem verbotenen Portal liegt und seinerseits an einem Ort in einer dunklen Zeit der Menschheit führt.
Fazit: Auch wenn das Ende ein bisschen offen ist, und man quasi gezwungen ist den Film zu gucken, sollte man die letzten Folgen der Serie und die Macher nicht gänzlich verurteilen. Denn sie haben eine wahre Meisterleistung vollbracht und einen der wunderbarsten Anime der letzten Jahre geschaffen. Wer bis jetzt mit dem Kauf der DVDs gewartet hat, sollte dies nun unbedingt nachholen.
Wir danken Panini Video für die Bereitstellung eines Reviewexemplars.
Technische Basis für den Review
| |
| TV: | Philips 32PF5331/12 LCD |
| DVD-Player: | Yamaha DVD-S 1800 |
| Verstärker: | Pioneer VSX-515-S |
| Boxen: | Philipps Digital Surround System |
| Computer: | AMD Athlon64 3800+, Asus VGA EN7600GS Silent, Samsung 22" SyncMaster 226BW TFT, Asus DVD (Power DVD Klon) |
| |
09-10-2008 | © 2003-2009 by Anime auf DVD
|